Jeden Tag durchschnittlich acht Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter

Schweigeminute nach Tod von Zugbegleiter (Archiv)

Mehr als 3.000 Angriffe auf Bahnmitarbeiter im letzten Jahr, etwa acht pro Tag, berichtet die "Bild" unter Berufung auf eine Bahnsprecherin

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Angriffe auf bahnmitarbeiter

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 3.000 Angriffe auf Bahnmitarbeiter registriert, was einem durchschnitt von etwa acht Vorfällen pro Tag entspricht. Dies berichtet die „Bild“ unter Berufung auf eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die Angriffe ereignen sich häufig bei Fahrkartenkontrollen, der Durchsetzung des Hausrechts sowie am Rande von Volksfesten, Großveranstaltungen und Fußballspielen.

Betroffene Mitarbeitergruppen

Laut der Sprecherin sind die Zahlen im Vergleich zu 2024 unverändert hoch. Die Hälfte der Angriffe betrifft das Zugpersonal im Regionalverkehr. Ein Drittel der Vorfälle richtet sich gegen Sicherheitskräfte. Auch Reinigungskräfte und Servicekräfte am Bahnhof sind betroffen.

maßnahmen der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn reagiert mit dem verstärkten Einsatz von Bodycams. Mitarbeitende können diese Körperkameras auf Wunsch nutzen. Erste Erfahrungen zeigen, dass Bodycams zur Deeskalation von Konflikten beitragen können, indem Angreifer sich selbst auf dem Bildschirm sehen.

Reaktionen und Forderungen

Eine tödliche attacke auf einen Zugbegleiter in einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz hat bundesweit für Bestürzung gesorgt. Martin Burkert, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), fordert politische konsequenzen.Er verlangt vom Bundesjustizministerium, ein Gesetzesvorhaben zu überdenken, das härtere strafen für Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte vorsieht. Burkert fordert, dass auch Bahnmitarbeiter in diesem Gesetz berücksichtigt werden.

Forderungen der EVG

Burkert fordert zudem, dass Bodycams flächendeckend verpflichtend getragen werden und die personelle Ausstattung in Zügen verbessert wird.Er betont, dass sicherheit nicht gewährleistet werden kann, wenn nur ein Zugbegleiter im Einsatz ist. Die Verantwortung sieht er bei den Ländern, die die Leistungen bei Verkehrsverbünden und Nahverkehrsunternehmen bestellen. Die Anzahl der eingesetzten Mitarbeiter sei vor allem eine Kostenfrage.

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