Razzia gegen mutmaßliche Bestechung im Baugewerbe
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat am Dienstagmorgen eine groß angelegte Razzia gegen mutmaßliche Bestechung im Baugewerbe durchgeführt. Rund 300 Einsatzkräfte der Polizei, der Steuerfahndung und des Zolls durchsuchten insgesamt 34 Objekte im Rhein-Main-Gebiet und in Bayern. Vier Beschuldigte wurden wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr festgenommen.
Vorwürfe und Festnahmen
Insgesamt 28 Beschuldigten wird vorgeworfen,seit 2019 Bestechungsgelder für die bevorzugte Auftragsvergabe im Baugewerbe gezahlt oder erhalten zu haben.Unter den in Untersuchungshaft genommenen Personen befinden sich drei Bauleiter deutschlandweit agierender Immobilienunternehmen sowie der Geschäftsführer eines Bauunternehmens. Die Ermittler gehen von einer Schadenssumme von rund 12,5 Millionen Euro aus.
Vermögensarrest und Sicherstellungen
Neben den Durchsuchungen wird ein Vermögensarrest in Höhe der ermittelten Schadenssumme vollstreckt. Immobilien und Kraftfahrzeuge der Beschuldigten werden gepfändet. Bei den Durchsuchungen konnte Bargeld im fünfstelligen Bereich sichergestellt werden, darunter 14.500 Euro unter einer Matratze in der Wohnung eines der Festgenommenen.



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