GKV: Warken stellt kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern infrage

Ärztehaus (Archiv)

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung infrage gestellt

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Bundesgesundheitsministerin Warken stellt kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in Frage

Bundesgesundheitsministerin nina Warken (CDU) hat die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Diskussion gestellt. Sie unterstütze das Ziel, Anreize zu schaffen, damit vor allem mehr Frauen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, sagte Warken der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Dies gelte auch mit Blick auf die Altersvorsorge.

Geplante Reform der Familienversicherung

Paradigmenwechsel laut Bundesgesundheitsministerin

Das Vorhaben, die Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung zu reformieren, bezeichnete Warken als „Paradigmenwechsel“. Dieser müsse jedoch „sozialverträglich passieren“,betonte die Ministerin,die zugleich Vorsitzende der Frauen-Union der CDU ist.

Arbeitsmarkt und internationale Einordnung

In Deutschland ist der Anteil von Ehepartnern, meist Frauen, die nur in Teilzeit oder gar nicht berufstätig sind, im internationalen Vergleich besonders hoch. Ökonomen fordern seit längerer Zeit Reformen,die Anreize zur Ausweitung der Erwerbstätigkeit setzen. Dies könne der Wirtschaft zusätzliche Impulse geben.

Zahlen zur Familienversicherung in der GKV

Nach Angaben der gesetzlichen Krankenversicherung sind derzeit knapp 2,5 Millionen Ehepartner kostenlos mitversichert.Wenn für nicht erwerbstätige Ehegatten künftig Beiträge fällig würden, läge der Mindestbeitrag nach berechnungen der GKV bei rund 220 Euro im Monat.

Forderungen der Arbeitgeberverbände

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hatte Ende Oktober ein Ende der Beitragsfreiheit für mitversicherte Ehepartner gefordert. Nach Berechnungen der BDA würde dies den Krankenkassen Mehreinnahmen von 2,8 Milliarden Euro im Jahr bringen, heißt es in einem Positionspapier des Verbandes.

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