Forscher sehen noch klares Ost-West-Gefälle bei Rechtsextremismus

Jahresrückblick 2025: Wie sich Rechtsextremismus im Alltag festsetzt und Engagierte dagegenhalten am 02.12.2025

<h3>Forscher sehen Ost-West-Gefälle bei Rechtsextremismus im Alltag</h3> Forscher in Deutschland beobachten beim Thema Rechtsextremismus im Alltag weiterhin ein deutliches Ost-West-Gefälle. <h3>Bewertung durch Mobile Beratung</h3> Romy Arnold vom Bundesverband Mobile Beratung erklärte am Dienstag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur, es handele sich dennoch um ein gesamtgesellschaftliches Problem. Auch der Westen sei davon nicht gefeit

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Forscher sehen weiterhin Ost-West-Gefälle bei Rechtsextremismus im Alltag

In Deutschland sehen Experten beim Thema Rechtsextremismus im Alltag weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Darauf wiesen Fachleute am dienstag in Berlin hin.

Einschätzungen zum Ost-West-Unterschied

Romy Arnold vom Bundesverband Mobile Beratung sagte auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur, Rechtsextremismus sei ein gesamtgesellschaftliches Problem. Auch Westdeutschland sei davon nicht ausgenommen. Angesichts von Einstellungen und Wahlergebnissen für extrem rechte Parteien müsse jedoch anerkannt werden, dass es ein starkes Ost-West-Gefälle gebe.Der Rechtsextremismus-Forscher Matthias quent von der Hochschule Magdeburg-Stendal verwies auf Unterschiede in der politischen Kultur. In Westdeutschland seien politische Kultur, zivilgesellschaftliche Infrastrukturen und Parteibindungen viel länger und stabiler gewachsen als in Ostdeutschland. Das extrem rechte Einstellungspotenzial unterscheide sich zwischen Ost und West nach seinen Angaben jedoch nicht signifikant.Bei jungen Menschen gebe es dabei eigentlich überhaupt keinen Unterschied. auch das Potenzial für Wahlgewinne der AfD sei zwischen Ost- und Westdeutschland nach seiner Einschätzung nicht stark unterschiedlich.

Stadt-Land-Perspektive und lokale Initiativen

Erfahrungen mit dem „Wir-Festival“ in Halle (Saale)

Mit Blick auf mögliche Unterschiede zwischen Stadt und Land zeigte sich Theresa Donner, Mitinitiatorin des sogenannten „Wir-Festivals“ in Halle (Saale), überzeugt, dass Projekte wie ihres auch in kleineren Städten funktionieren können. Als Beispiel nannte sie Zeitz.

Bei dem Festival in Halle habe man ein Angebot für die gesamte Stadt geschaffen, sagte Donner. Entscheidend sei eine aktive Bürgerschaft, die bereit sei, etwas zu organisieren, bei dem sich viele Menschen zugehörig fühlten und bei dem es zu einem Austausch komme. Unter diesen Voraussetzungen sehe sie keinen Grund, warum ein solches projekt nicht auch in Zeitz umsetzbar sein sollte.

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