DLRG meldet mehr Badetote als im Vorjahr

Badesee (Archiv)

Mindestens 261 Menschen sind in den ersten sieben Monaten des Jahres in deutschen Gewässern ertrunken

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Anstieg der Ertrinkungsfälle in Deutschland

In den ersten sieben Monaten des Jahres sind in Deutschland mindestens 261 Menschen in Gewässern ertrunken. Dies teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Düsseldorf mit. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 15 Todesfälle.

Sommermonate besonders betroffen

Besonders in den Sommermonaten mai bis juli kam es zu einem deutlichen Anstieg der tödlichen Unfälle. In diesem Zeitraum starben 189 Menschen, die höchste Zahl seit 2019. DLRG-Präsidentin Ute Vogt erklärte, dass es in den drei Bademonaten über 30 Todesfälle mehr als im Vorjahr gab. Im Juni kam es zu einem dramatischen Anstieg mit über 100 Opfern, eine Zahl, die zuletzt 2003 erreicht wurde.

Gefahren in Binnengewässern

Die DLRG stellte fest, dass 90 Prozent der Todesfälle in frei zugänglichen Binnengewässern geschahen. In Seen und Teichen ertranken 118 Personen, ein Anstieg um 22, während in Bächen und Flüssen 90 Menschen ertranken, zwölf weniger als im Vorjahr. Auch in kanälen und der Ostsee stieg die Zahl der Opfer. Vogt betonte die Gefahr in Gebieten ohne schnelle Rettungsmöglichkeiten.

Junge Männer besonders gefährdet

Ein besorgniserregender Trend ist der Anstieg der Todesfälle unter jungen Menschen zwischen 11 und 30 Jahren, von denen 95 Prozent männlich waren.Leichtsinniges Verhalten, oft in Verbindung mit Alkohol und Drogen, sei eine häufige ursache.

Regionale Unterschiede

In Bayern ertranken bislang die meisten Menschen, mit 54 Todesfällen, drei mehr als im Vorjahr. Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen Anstieg von 35 auf 50 Todesopfer. Auch in Berlin, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Opferzahlen.

Forderungen der DLRG

Die DLRG fordert mehr Investitionen in die Schwimmausbildung und die Infrastruktur von Schwimmbädern. Ein Modellprojekt des Bundes soll die Schwimmkompetenz in strukturschwachen Regionen verbessern. Vogt betonte, dass Wissen über die Gefahren beim Baden und Schwimmen entscheidend sei, um die Zahl der Ertrinkungsunfälle zu reduzieren.

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