Kritik am geplanten Umbau des Förderprogramms „Demokratie leben“
Die Partnerorganisationen des „Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ haben den geplanten Umbau des Förderprogramms „Demokratie leben“ durch Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) scharf kritisiert.In einer gemeinsamen Erklärung bemängeln die zivilgesellschaftlichen Organisationen, dass langjährige Expertise ohne Evaluationsgrundlage nicht anerkannt werde und die Demokratiebildung dadurch geschwächt werde.
Fehlende Evaluationsgrundlage
Lena Kahle, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik, erklärte: „Kursänderungen, die vorgenommen werden, ohne die Ergebnisse der noch laufenden wissenschaftlichen Evaluation abzuwarten, sind nicht nachvollziehbar.“ Sie betonte, dass die fachliche Expertise der Träger in die Ausarbeitung der neuen Förderrichtlinien einbezogen werden müsse. Eine Bildung für Demokratie solle obvious und in Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft entwickelt werden.
Langfristige Planung gefordert
Jasmine Gebhard, Geschäftsführerin des Vereins „Makista – Bildung für Kinderrechte und Demokratie“, hob hervor, dass Program der Demokratiebildung längerfristig geplant sein müssten, um nachhaltig und verlässlich wirken zu können. Der kurzfristige Strategiewechsel schwäche die für Regelstrukturen zugängliche Expertise und erschüttere das Vertrauen in staatliche Institutionen, wenn Angebote in Kitas, Schulen und Kommunen unvermittelt wegfallen. Dies lenke gegen die Bemühungen,den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken,die identifikation mit der Demokratie zu fördern und Extremismus vorzubeugen.
Vertrauen in die Demokratie
Gebhard äußerte, dass das Misstrauen gegenüber denjenigen, die sich für eine starke Demokratie engagieren, auf die Demokratie als Lebensform und die ihr zugrundeliegenden Werte ausstrahle.



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