Bundeswehr reagiert auf vorwürfe bei Fallschirmjägern
Die Bundeswehr hat auf Vorwürfe sexualisierten Fehlverhaltens bei den Fallschirmjägern reagiert und einen Aktionsplan zur Sicherung von Expertise, Ordnung und Disziplin in den spezialisierten Kampftruppen des Heeres vorgestellt.Der Inspekteur des heeres, generalleutnant Christian Freuding, wird diesen Plan in Altenstadt in Kraft setzen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.
Maßnahmen des Aktionsplans
Der Aktionsplan umfasst einen Sachstandsbericht zu disziplinaren Ermittlungen und Personalmaßnahmen sowie zur Dienstaufsicht. Ein Beauftragter des Generalinspekteurs wird Beobachtungsbesuche durchführen. Zudem werden die militärischen Werdegänge im betroffenen regiment analysiert. Zu den mehr als einem Dutzend Maßnahmen gehören veränderungen bei Führungs- und Schlüsselpersonal sowie die Verbesserung der Führung der Brigade und der Regimenter.
Begleitende Maßnahmen für Soldaten
Für die mehrheitlich nicht von Ermittlungen betroffenen Soldaten sind Angebote zur Wertevermittlung und Persönlichkeitsbildung vorgesehen. Schlüsselpositionen, insbesondere auf der Unteroffizier-ebene, sollen regelmäßiger Rotation und einer Begrenzung der Verweildauer unterliegen. Mit town-Hall-Formaten soll eine Kultur des Verschweigens von Missständen durchbrochen werden.











