Mehr als zwei Drittel der Deutschen fühlen sich durch Atomwaffen und die Gefahr atomarer Unfälle beunruhigt. Eine deutliche Mehrheit wünscht sich zudem Übungen zum Schutz in solchen gefahrenlagen. Dies geht aus einer aktuellen studie des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet.
Ergebnisse der Studie
Umfang und Methode
Für die erhebung wurden unter anderem vom Januar bis März dieses Jahres 2.032 Personen durch die Puls Marktforschung GmbH im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz befragt.
Gefährdungswahrnehmung
70 Prozent der Befragten gaben an, wegen Atomwaffen beunruhigt zu sein. 66 Prozent nannten mögliche radioaktive Belastung nach Unfällen oder Unglücken an Atomkraftwerken als Sorge. 68 Prozent äußerten große Sorgen wegen aktueller Konflikte und Kriege in der Welt im Zusammenhang mit möglichen radiologischen Notfällen.60 Prozent befürchten, dass dadurch ein nuklearer Unfall bei einem Kraftwerk ausgelöst werden könnte.
Wissen, Vorbereitung und Forderungen
Informationsstand und Unsicherheit
63 Prozent der Befragten gaben an, nicht zu wissen, was in einem radiologischen Notfall zu tun wäre. Die Unsicherheit bei diesem Thema sei groß, sagte BfS-Präsidentin Inge paulini dem RND. Das gelte auch für das Wissen und die Vorbereitung der Menschen für den Fall einer Atomwaffenexplosion in europa, auch wenn das weiter nur ein sehr theoretisches Szenario sei.
Empfehlungen des BfS
Paulini forderte, das eigene Verhalten im Fall eines Notfalls mit radioaktiven Stoffen zu üben. Eigenes Wissen helfe, sich im Fall der Fälle richtig zu verhalten und nicht nur sich selbst, sondern auch andere zu schützen. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung befürworten laut der Umfrage Übungen zum richtigen Verhalten in einem nuklearen notfall, auch im Fall einer Atomwaffenexplosion. Das sollten wir als Auftrag verstehen, sagte die BfS-Präsidentin.
Informationsangebote
Um sich sowohl über Bedrohungen als auch über Schutzmöglichkeiten informieren zu können, brauche man gut verständliche und zugängliche Informationsprodukte, sagte Paulini. Auch als unwahrscheinlich wahrgenommene Bedrohungsszenarien, zum Beispiel die Folgen eines Einsatzes von Nuklearwaffen, dürften bei solchen Informationen kein Tabu sein. Die Umfrage zeige,dass viele Menschen mehr Informationen auch zu so schwierigen Themen befürworten.







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