Digitalminister kündigt Entlastungspaket an
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat ein weiteres Entlastungspaket für Unternehmen angekündigt. Ziel ist es, noch vor der Sommerpause ein zweites Entlastungskabinett einzuberufen. Damit sollen die Bürokratiekosten der Wirtschaft um mehrere Milliarden Euro gesenkt werden. Dies sagte Wildberger dem Pro-Newsletter Technologie des Nachrichtenportals Politico. Zahlreiche Maßnahmen seien in Arbeit.
Einführung des gebäudetyps E
ein Beispiel für die geplanten Maßnahmen ist die Einführung des Gebäudetyps E, der einfacheres Bauen mit günstigeren Standards ermöglichen soll. Wildberger befindet sich hierzu in konstruktiven Gesprächen mit anderen Ressorts.
Europäische Alternativen zur datenanalyse-Software
Wildberger treibt zudem den Aufbau einer europäischen Alternative zur Datenanalyse-Software des US-Konzerns Palantir voran. Er betont die Notwendigkeit, in Europa eigene Produkte und Unternehmen zu entwickeln, die auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind. Es gebe bereits geeignete europäische Anbieter, die unterstützt werden sollen. Der Aufbau entsprechender Lösungen könne jedoch zwei bis drei Jahre dauern.
Staatliche Unterstützung und Zusammenarbeit
Wildberger sieht den Staat in der Verantwortung, den Entwicklungsprozess zu beschleunigen. Er plädiert dafür, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die noch nicht die nötige Reputation oder Größe haben. Neue Wege sollen eingeschlagen werden, indem Staat und Behörden mit kleineren Firmen in der Entwicklungsphase kooperieren.
Nutzung von Palantir nicht ausgeschlossen
Bis zur Schaffung einer europäischen Alternative schließt Wildberger die Nutzung von Palantir nicht aus. Die Technologie könne so eingesetzt werden, dass bestimmte Souveränitätsanforderungen erfüllt werden. Vorrang habe die Gefahrenabwehr, wenn keine vergleichbare Lösung zur Verfügung steht.



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