Wehrbeauftragter fordert Zwischenbilanz zur Litauen-Brigade
Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Henning Otte (CDU), hat das Verteidigungsministerium aufgefordert, eine Zwischenbilanz zur neuen Litauen-Brigade der Bundeswehr zu ziehen. Hintergrund ist die bisher unzureichende Rückmeldung von Freiwilligen für die Brigade.
Appell an das Verteidigungsministerium
Otte betonte die Notwendigkeit, alle Kräfte zu bündeln, um die Freiwilligkeit zu fördern. „Das Verteidigungsministerium muss jetzt noch mal alle Kräfte bündeln, um noch mal Werbung zu machen und an die Freiwilligkeit zu appellieren“, sagte er der dts Nachrichtenagentur. Zudem müsse das Ministerium sicherstellen, dass die Brigade einsatzbereit ist.
Herausforderungen bei der Rekrutierung
Otte erklärte, dass die Entscheidung, die Stationierung langfristig anzulegen, eine große Erwartungshaltung geweckt habe.Die litauischen Kräfte arbeiteten daran, die notwendige Infrastruktur bereitzustellen. Die verstärkte Brigade soll über 5.000 Soldaten umfassen und bis 2027 einsatzbereit sein. Eine herausforderung sei der Wegfall des Auslandsverwendungszuschlags,der durch einen Dienstzuschlag ersetzt wurde.
Jahresbericht und Personalstrategie
otte stellte seinen ersten jahresbericht vor, in dem der Personalaufwuchs als zentrale herausforderung für die Bundeswehr hervorgehoben wird.Die demografische Entwicklung und der Wettbewerb um Fachkräfte seien limitierende Faktoren.Eine nachhaltige Personalstrategie sei notwendig, um die militärischen Fähigkeiten zu stärken.
Finanzierung und Ausstattung
Otte forderte eine bessere Ausstattung der Bundeswehr. Der Bundestag habe mit der Öffnung der Schuldenbremse die finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Es sei nun entscheidend, die Mittel effizient einzusetzen. Die Berufung auf eine „Unterfinanzierung der Bundeswehr“ sei keine Ausrede mehr.










