Wechsel von Fraunhofer-Forscher zu Huawei alarmiert Bundespolitik

Huawei (Archiv)

Ein deutscher Spitzenforscher wechselt zu Huawei. In Berlin entbrennt eine Debatte über Forschungssicherheit und möglichen Know-how-Abfluss

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Wechsel eines deutschen Spitzenforschers zu Huawei

Ein deutscher Spitzenforscher wechselt zum chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei. dies hat in Berlin eine Debatte über Forschungssicherheit und möglichen Know-how-Abfluss ausgelöst. Der Physiker, der zuvor das Heinrich-Hertz-Institut (HHI) der Fraunhofer-Gesellschaft leitete, wird künftig die Entwicklung optischer Chips bei Huawei verantworten.

Reaktionen des Bundesforschungsministeriums

Das Bundesforschungsministerium bezeichnete den Vorgang als „bedenklich“. Eine Sprecherin erklärte gegenüber dem „Handelsblatt“,dass Personalwechsel grundsätzlich nicht zu beanstanden seien.Diese dürften jedoch nicht dazu führen, dass staatlich geförderte, sicherheitsrelevante Forschung einem systemischen Rivalen zugutekommt.Das Ministerium kündigte an,Vorschläge zur Stärkung der Forschungssicherheit zu erarbeiten.

Kritik aus der Politik

Sicherheitspolitiker des Bundestages äußerten scharfe Kritik.Der CDU-Abgeordnete Roderich kiesewetter bezeichnete solche Wechsel und Forschungskooperationen mit China als „hochkritisch“. China gelte als größte Bedrohung in Bezug auf wirtschafts- und Wissenschaftsspionage. „Wir wissen, dass China langfristig plant und Komponenten in unseren Netzen verbaut, um sie zu gegebener Zeit gegen uns einzusetzen“, so Kiesewetter.

Johannes Schätzl, digitalpolitischer Sprecher der SPD-fraktion, sieht bei schlüsseltechnologien „berechtigte Fragen nach möglichem know-how-Abfluss“.Er fordert eine Diskussion darüber, wie solche Wechsel künftig „transparenter und klarer geregelt werden können“. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, sprach von einem „faden beigeschmack“, auch wenn der Wechsel rechtlich wohl nicht zu beanstanden sei.

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