Generalinspekteur: Russland könnte Nato 2029 testen

Carsten Breuer (Archiv)

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, erwartet, dass Russland spätestens 2029 die NATO militärisch testen könnte

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Russland‍ könnte NATO bis 2029 testen

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, ⁣erwartet, dass Russland spätestens 2029 die NATO militärisch testen könnte.‌ In ⁤einem Interview ⁣mit der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte‍ Breuer, dass verschiedene Indikatoren wie‍ Aufrüstung und ‌wirtschaftliche ​Entwicklungen auf das Jahr 2029⁣ hindeuten. Ein‍ früherer ​Zeitpunkt‌ sei jedoch nicht ausgeschlossen.

NATO-Zusammenhalt betont

Angesichts⁣ von Truppenabzügen und unklaren Signalen aus Washington betonten⁣ Breuer und sein britischer Amtskollege​ Richard Knighton die⁣ Geschlossenheit der NATO. Breuer ⁤erklärte: „Unser Problem ⁢ist in Moskau und nirgendwo anders.“ Deutschland müsse daher bereits jetzt über eine „Fight-Tonight-Fähigkeit“ verfügen, um sofort einsatzbereit zu sein.

Verteidigungsvereinbarung mit Großbritannien

Deutschland und​ Großbritannien haben im Oktober 2024 das Trinity‍ House-abkommen geschlossen, das ‍eine engere Zusammenarbeit bei Abschreckung‍ und Einsatzbereitschaft vorsieht. Breuer und Knighton⁤ betonten, dass ihre Streitkräfte bereits heute in der Lage seien, gemeinsam zu agieren, ‍etwa bei der Luftraumüberwachung im Baltikum.

Europäische⁤ Nuklearabschreckung

Breuer zeigte sich zurückhaltend gegenüber⁤ einer europäischen⁢ Nuklearabschreckung unter ⁤Einbindung Deutschlands. knighton ‍versicherte, dass die britische ⁤Nuklearkapazität vollständig in die NATO eingebettet bleibe.

Stationierung von US-Raketen in‍ Deutschland

Breuer ​bestätigte, dass die⁣ geplante Stationierung des Long ‌Range Fires Bataillons in Deutschland unter⁣ US-Präsident Biden nicht ⁤zustande kommt. Deutschland prüfe​ nun „mit​ hochdruck Übergangslösungen“, darunter den Kauf ‌marktverfügbarer Systeme. Verteidigungsminister​ Boris Pistorius wird Ende des Monats nach Washington reisen, um für den Kauf von​ Tomahawk-Marschflugkörpern zu werben.

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