Wadephul reagiert gelassen auf möglichen US-Truppenabzug

Johann Wadephul (Archiv)

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zeigt sich unbeeindruckt von Berichten über eine mögliche erneute Prüfung eines US-Truppenabzugs aus Deutschland durch Präsident Donald Trump. In einem Interview für die RTL-Sendung "Nachtjournal" in Rabat, Marokko, antwortete er auf die Frage, ob ihn dies verunsichere, mit einem klaren "Nein

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Reaktion auf ⁤mögliche‍ US-Truppenabzüge

Bundesaußenminister‌ Johann Wadephul (CDU) ‌hat gelassen auf Berichte über⁤ eine mögliche erneute Prüfung eines US-Truppenabzugs‌ aus deutschland durch⁤ Präsident Donald Trump ​reagiert. In einem Interview ‌für die ⁢RTL-Sendung „Nachtjournal“ ‌in rabat, Marokko, äußerte er‌ sich unbesorgt und‍ sagte: „Nein“, auf die Frage, ob ihn das⁢ verunsichere.​ Wadephul erklärte, dass ⁣es bereits unter US-Präsident⁤ Barack Obama Bestrebungen gegeben habe, sich stärker auf den pazifischen​ Raum zu konzentrieren. „Wir müssen mehr übernehmen, wir müssen stärkere Schultern herausbilden“, so Wadephul.

Stärkung des europäischen ⁢Pfeilers der ​NATO

Wadephul betonte, ⁤dass der ⁢europäische ‌Pfeiler der NATO stärker ⁣werden solle.⁢ „Das​ mag jetzt kommen. Das schauen ​wir uns in aller Ruhe gemeinsam miteinander an“, sagte er. Die Bundeswehr bereite sich auf mögliche Veränderungen vor. Einen Abzug wichtiger ⁣US-Standorte aus Deutschland sieht Wadephul nicht. „Die USA brauchen diese Standorte“,sagte er mit Verweis auf Ramstein,Landstuhl und Grafenwöhr. Diese seien wichtig für die Sicherheit ⁣sowohl Deutschlands als auch der USA.

Beziehungen zu den USA und Verteidigung von Kanzler‍ Merz

Zur persönlichen Attacke Trumps⁤ gegen Bundeskanzler Friedrich Merz in den sozialen netzwerken sagte‌ Wadephul, Deutschland werde nicht mit Gegenangriffen reagieren. ‌“Nein, man ⁣muss nicht kontern.“ Die Beziehungen ⁢zu den USA seien weiterhin​ gut und fruchtbar. Wadephul berichtete von einem ⁣Telefonat‌ mit seinem US-Kollegen Marco Rubio, in dem sie‍ über Iran⁣ und‍ die Ukraine sprachen und‍ übereinstimmende Positionen zwischen den USA und Deutschland ​feststellten.

Wadephul verteidigte ​zudem Kanzler ⁤Merz. Der Kanzler habe „vollkommen richtigerweise im Grunde eine klare Warnung an den Iran ausgesprochen“, ernsthaft zu verhandeln. „Das war ja die Aussage des Bundeskanzlers. Die war ja richtig, die verteidige ⁤ich.“ Deutschland und die ⁣Bundesregierung stünden dabei „vollkommen geschlossen“.

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