Trump-Regierung drängt Berlin zu Ausnahme in EU-Waldschutzgesetz

Umgesägter Baum im Wald (Archiv)

Die US-Regierung drängt Deutschland und die EU, eine Sonderregelung für die USA in der Anti-Entwaldungsverordnung (EUDR) zu akzeptieren

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US-Druck auf EU wegen Anti-Entwaldungsverordnung

Die US-Regierung erhöht den druck auf Deutschland und die EU, eine Sonderregelung für die USA in der Anti-Entwaldungsverordnung (EUDR) zuzulassen. Laut „Tagesspiegel Background“ findet am heutigen Donnerstag ein Treffen zwischen Vertretern der US-Regierung und mehreren Bundesministerien, darunter das Bundeswirtschaftsministerium, statt. Ziel der USA ist es, für US-Unternehmen eine faktische Befreiung von Dokumentationspflichten zu erreichen.

Drohung mit Handelsabkommen

Nach Angaben aus zwei mit den gesprächen vertrauten Quellen drohen US-Vertreter, das geplante Handelsabkommen mit der EU platzen zu lassen, sollte Washington keine bevorzugte Einstufung im Länder-Benchmarking der EUDR erhalten. Die Forderung nach einer Null-Risikokategorie war in Brüssel bereits verworfen worden.

Sorge im Europaparlament

Im Europaparlament wächst die Sorge vor politischer Einflussnahme und einer Aushöhlung des Gesetzes.Grünen-Abgeordnete Anna Cavazzini bezeichnet die US-Forderungen als „beispiellose Einmischung“. Die Debatte wird voraussichtlich kommende Woche auch im EU-Rat thematisiert.

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