Schwan kritisiert SPD-Führung scharf

Gesine Schwan (Archiv)

Die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, Gesine Schwan, kritisiert die Führung ihrer Partei und die deutsche Politik

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Kritik an der SPD-Führung

Die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, Gesine Schwan, hat die Führung ihrer Partei und die deutsche Politik kritisiert. In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ äußerte sie, dass viele Parteien, einschließlich der Sozialdemokraten, politische Sorge mit Betreuung verwechselten. Bürger würden dadurch als Betreuungsfälle behandelt. Besonders missfalle ihr der Begriff der „kleinen leute“.

Kritik an Lars Klingbeil

Schwan kritisierte auch den SPD-Vorsitzenden und Finanzminister lars Klingbeil. In seiner Rede bei der Bertelsmann-Stiftung sei er nicht ausreichend auf die Gründe eingegangen, warum manche Bürger derzeit nicht mehr arbeiten könnten. Schwan betonte, dass es kein Problem gewesen wäre, wenn Klingbeil gesagt hätte, die Sozialdemokratie werde alles dafür tun, dass Menschen, die mehr arbeiten wollen, dies auch können. Die Aussage, die Deutschen müssten mehr arbeiten, bezeichnete sie als falsch und kränkend.

Herausforderungen für die parteiführung

Die Doppelfunktion von Klingbeil und Bärbel Bas als SPD-Vorsitzende und Bundesminister nannte Schwan heikel. Sie äußerte Zweifel an Klingbeils Bemühungen, Wähler zurückzugewinnen, und bezeichnete diese als wirkungslos. Es reiche nicht aus, einzelne Politikpakete zu präsentieren.

Forderung nach lebendigerer debattenkultur

Schwan forderte eine lebendigere Debattenkultur innerhalb der SPD. Es müsse ein „Gesamtschwung“ in die Partei kommen. Den Sozialdemokraten fehle es an Fantasie und verschiedenen Vorstellungen darüber, wie die Zukunft gestaltet werden solle. Die Parteiführung müsse verstehen,dass die Partei nicht nur aus Anhängern bestehen könne.

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