Schulze offen für Lockerung der Schuldenbremse unter Bedingungen

Sven Schulze (Archiv)

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) fordert von der schwarz-roten Koalition in Berlin verstärkte Sparanstrengungen

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forderung nach Sparanstrengungen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) fordert von der schwarz-roten koalition in Berlin verstärkte Sparanstrengungen. in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ betonte Schulze, dass man nicht über Steuererhöhungen oder neue Schulden debattieren könne, ohne einsparungen zu berücksichtigen. Er sieht insbesondere Bundesfinanzminister und SPD-Co-chef Lars Klingbeil in der Pflicht, innerhalb der SPD eine ernsthafte Diskussion darüber zu führen, was sich der Staat noch leisten könne.

Finanzielle Belastungen der Länder

Schulze kündigte an, dass die Länder keine weiteren finanziellen Belastungen mehr übernehmen könnten, die sich aus Entscheidungen des Bundes ergäben.Er betonte, dass nahezu alle Bundesländer sowie ihre Landkreise, Städte und Gemeinden finanziell unter massivem Druck stünden. Daher könnten die Länder keine vom Bund beschlossenen Reformen mehr mittragen und mitfinanzieren, die zusätzliche Kosten verursachen.

Rentenreform und Ostdeutschland

Mit Blick auf die Rentenreform forderte Schulze, die besondere Situation der Ostdeutschen zu berücksichtigen. In Ostdeutschland verfügten 80 Prozent der Menschen ausschließlich über die staatliche Rente zur Altersvorsorge. Schulze betonte, dass sich dies in den nächsten Jahren nicht ändern werde.Er sei zwar kein Rentenexperte, werde aber darauf achten, dass die Interessen der Ostdeutschen gewahrt würden. Schulze empfahl dem Bundeskanzleramt, die Ministerpräsidenten einzubinden, um eine mehrheitsfähige Rentenreform zu erreichen.

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