Sachsen-Analts Ministerpräsident Sven Schulze hat nach der klaren Niederlage seiner Partei der AfD zu deren klarem Wahlsieg gratuliert. Er äußerte sich am Sonntagabend vor CDU-Anhängern.
Schulzes erste Reaktion
Schulze sagte: „Zuallererst – wir leben in einer Demokratie – möchte ich dem Wahlsieger gratulieren.“
Er fügte hinzu: “Die AfD ist jetzt stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Wir werden auch als CDU mit diesem Ergebnis umgehen müssen.“
Zu möglichen persönlichen Konsequenzen äußerte sich Schulze zunächst nicht.
Rücktrittsforderungen innerhalb der CDU
Eva Feußner
Die ehemalige Bildungsministerin und CDU-landtagsabgeordnete Eva Feußner forderte in einem Gespräch mit dem „Stern“ Konsequenzen.Sie sagte: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt,muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“
michael Hayn
Der Stadtratsvorsitzende von Merseburg und langjährige Kreischef des Saalekreises, Michael Hayn, bezeichnete das Ergebnis gegenüber dem „Stern“ als unerwartet schlimm. Er sagte: „Ich habe es schlimm erwartet, aber dass es so schlimm kommt, habe ich nicht gedacht.“ Weiter sagte er: „Das ist eine Katastrophe.“
Hayn mahnte Eigenverantwortung an: „Man dürfe die Schuld nicht auf andere schieben. Wir müssen vor unserer eigenen Tür kehren.“
Er forderte zudem: „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“.Hayn erwartet nun, dass Schulze „in die zweite Reihe zurücktritt und dort gegebenenfalls neue Stärke sammelt.“



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