Kanzleramtschef Thorsten Frei über Rentenreform
Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) hat Berichte über mögliche Eckpunkte der Rentenreform als „Wasserstandsmeldungen“ bezeichnet. In einem Interview mit dem TV-Sender „welt“ am Donnerstag riet er dazu, diese mit Vorsicht zu genießen. Frei betonte, dass es in der zuständigen Kommission bis zum Schluss kontroverse debatten geben werde.
Vorschläge zur Lebensarbeitszeit
Frei äußerte sich positiv über den Vorschlag längerer Lebensarbeitszeiten. Er bezeichnete diesen als vernünftig und als Ausdruck eines Bewusstseins für Generationengerechtigkeit. Die Alterssicherungskommission werde ihre Ergebnisse voraussichtlich im Juni abschließen. Frei erwartet, dass es bis dahin weiterhin kontroverse Diskussionen geben wird.
Demografischer Wandel und Generationengerechtigkeit
Frei betonte, dass die Kommission die Herausforderungen der Rentenpolitik ernst nehme, insbesondere im Hinblick auf die Generationen über das Jahr 2060 hinaus.Der demografische Wandel werde sich in der Rentenversicherung grundlegend durchsetzen. Eine steigende Lebenserwartung müsse sich auch auf die Lebensarbeitszeit auswirken, so Frei.
Hoffnung auf zügigen Gesetzgebungsprozess
Frei hofft, dass die Empfehlungen der Rentenkommission in ein von allen Koalitionspartnern getragenes Gesetz münden. Er wünscht sich, dass die Ergebnisse der Kommission, die er als „gesellschaftlichen Kompromiss“ bezeichnet, schnell in den Gesetzgebungsprozess übernommen werden. Als Beispiel nannte er die Gesundheitsreform, bei der der Prozess zügig vorangeschritten sei.


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