Queer-Beauftragte fordert mehr rechtlichen Schutz

Parade zum Christopher-Street-Day (Archiv)

<h3>Forderung nach mehr Schutz für queere Menschen</h3> Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit fordert die Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, mehr rechtlichen Schutz und Gleichstellung für queere Menschen. "Die zentrale Botschaft dieses Tages ist, dass queere Menschen sicher, frei und selbstbestimmt leben wollen - und dass wir dafür noch einiges machen müssen", sagte Koch der ARD. Sie wies auf mehrere rechtliche Lücken hin

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Forderungen zum Internationalen Tag gegen homo-, bi-, Inter- und Transfeindlichkeit

Zum Internationalen Tag gegen ⁤Homo-,‍ Bi-, Inter- und‍ Transfeindlichkeit am Sonntag fordert⁣ die Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, mehr rechtlichen Schutz und Gleichstellung für queere Menschen. „Die zentrale Botschaft dieses Tages ist, ⁣dass queere⁢ Menschen sicher, frei und selbstbestimmt leben wollen -⁣ und dass wir dafür noch einiges machen müssen“, sagte Koch⁢ der ARD.

Rechtliche Reformen gefordert

Koch benennt mehrere rechtliche Lücken. Sie fordert eine Reform des Abstammungsrechts, damit lesbische Ehepartnerinnen von Geburt an automatisch als zweite Mutter ⁣anerkannt werden. Zudem drängt sie auf eine Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes, um die sexuelle Orientierung ausdrücklich zu schützen. „menschen wurden ⁢unter diesem ⁣Grundgesetz bis in die 90er-Jahre ⁢verfolgt, weil sie zum Beispiel​ schwul waren“, so Koch.

Bedeutung des Selbstbestimmungsgesetzes

Zentrale Bedeutung misst Koch dem ⁤Selbstbestimmungsgesetz ⁤bei. Es sei ein „riesengroßer Gewinn für die Community“, da es vielen Menschen ermögliche, ihre Identität auszuleben. Das Gesetz schränke keine Frauenrechte ein und müsse gegen politische ⁤angriffe verteidigt werden.

queerfeindlichkeit und CSD-Saison

Mit Blick auf die CSD-Saison⁤ verweist Koch auf Fortschritte, warnt jedoch‍ vor zunehmender Queerfeindlichkeit. „Der Wind wird rauer. Queerfeindlichkeit, Kampagnen und auch Straftaten nehmen⁤ zu“, sagte sie. CSDs seien weiterhin notwendig. Sie beobachtet wachsenden zulauf aus der ‌Community und​ darüber hinaus.

Kritik an politischen Entscheidungen

Kritik⁣ übte Koch an der Entscheidung in ​Dresden, Teile des⁣ CSD nicht mehr als politische Versammlung einzustufen.⁢ „Der queere Protest war⁣ schon ⁢immer vielfältig – und trotzdem Protest“,⁤ so Koch.

Ein Instagram-Post Kochs, der Alice Schwarzer mit J.K. Rowling und Donald trump zeigt, löste ⁢heftige Kritik aus.⁣ „Nein, der ⁢Post war kein ‍Fehler“, sagte Koch. Ziel sei gewesen, klarzustellen, dass Frauenrechte und ​Transrechte nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen.

Verhältnis zu Familienministerin

Das Verhältnis zu Familienministerin ⁤Karin Prien (CDU) sieht Koch trotz öffentlicher Kritik nicht belastet. Unterschiedliche Meinungen gehörten⁢ zur politischen Auseinandersetzung. Ein Gespräch mit der Ministerin sei bereits angesetzt.

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