Özdemir spricht sich für Asylverfahren in Drittstaaten aus

Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv)
Gevita Tagesresidenz

Cem Özdemir, Grünen-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, befürwortet die Auslagerung von Asylverfahren in sichere Drittstaaten, sofern rechtsstaatliche Verfahren unter UNHCR-Anleitung gewährleistet sind

Cem Özdemir befürwortet Asylverfahren in Drittstaaten

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg, hat sich für die Auslagerung von Asylverfahren in sichere Drittstaaten ausgesprochen. Voraussetzung sei, dass dort rechtsstaatliche verfahren unter anleitung des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR eingehalten werden. Dies sagte Özdemir dem Nachrichtenportal T-Online.

Kritik am aktuellen Asylsystem

Özdemir kritisierte das derzeitige Asylsystem, das seiner Ansicht nach das Recht des Stärkeren fördere und insbesondere Frauen und Kinder benachteilige. Diese seien besonders schutzbedürftig, so Özdemir weiter.

EU-Pläne zur Asylverlagerung

Die Europäische Union hat Ende letzten Jahres die Grundlage geschaffen, um Menschen leichter in sogenannte sichere Drittstaaten außerhalb der EU zu überstellen. Dies würde ermöglichen,Asylverfahren in Länder zu verlagern,zu denen die Betroffenen keinen Bezug haben. Die Pläne müssen noch vom EU-Parlament bestätigt werden.

Einrichtung von Return Hubs

Die Neuregelung würde auch die Einrichtung von sogenannten Return Hubs für abgelehnte Asylbewerber in Drittstaaten erleichtern. Diese Pläne lehnt Özdemir ab.


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