Niedersachsens Ministerpräsident macht neue Renten-Vorschläge

Olaf Lies (Archiv)
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Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hat sich im Zusammenhang mit der geplanten Rentenreform dafür ausgesprochen, das Renteneintrittsalter nicht länger strikt an das Lebensalter zu koppeln, sondern stärker an die Zahl der Beitragsjahre zu binden. <h3>Aussagen von Olaf Lies zur Rentenreform</h3> Lies erklärte der „Welt", die zentrale Frage sei, ob das Lebensalter tatsächlich der richtige Maßstab für den Zeitpunkt des Renteneintritts sei oder ob nicht eher die Zahl der Beitragsjahre ausschlaggebend sein solle. Eine Trennung nach Branchen oder Berufen beurteilte er als schwierig. <h3>Belastung in unterschiedlichen Berufen</h3> <h4>Vergleich verschiedener Berufsgruppen</h4> Als Beispiel nannte Lies Pflegekräfte und Erzieher. Diese hätten nach seinen Worten ebenso anstrengende und belastende Tätigkeiten wie der oft zitierte Dachdecker

Olaf Lies fordert Kopplung des Renteneintrittsalters an beitragsjahre

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, das Renteneintrittsalter im Rahmen der geplanten Rentenreform nicht mehr primär am Lebensalter, sondern an der Zahl der Beitragsjahre auszurichten. Er kritisierte eine Differenzierung nach Branchen oder Berufen.

Beitragsjahre statt Lebensalter als Maßstab

Lies stellte in einem Gespräch mit der Zeitung „Welt“ die bisherige Orientierung am Lebensalter infrage. „Die Frage wird sein: Ist das Lebensalter tatsächlich der richtige Maßstab für den Zeitpunkt des Renteneintritts? Oder sind es vielleicht doch eher die Beitragsjahre? Eine Trennung nach Branchen oder Berufen finde ich immer schwierig“, sagte der SPD-Politiker.

Als Beispiele nannte Lies Pflegekräfte und Erzieher, die aus seiner Sicht ebenso anstrengende und belastende Tätigkeiten ausüben wie der häufig genannte Dachdecker. „Für mich würde es deshalb mehr Sinn ergeben, wenn wir ein System fänden, das den Renteneintritt an die Zahl der Beitragsjahre bindet“, erklärte er.

Appell an schwarz-rote Koalition in Berlin

Der niedersächsische Regierungschef forderte die schwarz-rote Koalition in Berlin auf, bei den anstehenden Beratungen über Sozialreformen Kompromissbereitschaft zu zeigen. „Beide Regierungsparteien, wir als SPD wie auch die Union, müssen über ihren jeweiligen Schatten springen, wenn sie die Herausforderungen, vor denen wir stehen, bewältigen wollen. Und zwar gemeinsam, nicht nacheinander und auch nicht erst nach einem langen öffentlichen Streit“, sagte Lies.

Ausgestaltung des Rentensystems

Für die SPD bedeute dies nach den Worten von Lies, beim Thema Rente auch jüngeren Generationen mehr Sicherheit zu geben. Deutschland brauche ein Rentensystem, „das auf der einen Seite über Beiträge und Steuern eine absicherung durch den Staat bietet, auf der anderen Seite aber auch die Option für eine dritte Säule, für eine private Altersvorsorge eröffnet“.

Die Union müsse sich nach Ansicht von Lies stärker auf der Einnahmeseite bewegen. „Es gibt viele, die auch wirtschaftlich von unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung und der Stabilität in unserem Land profitieren – und wir müssen darüber diskutieren, welchen Beitrag sie künftig leisten“, sagte der Ministerpräsident.


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