forderung nach Erhöhung der mittel für Entwicklungszusammenarbeit
Mehr als 150 nichtregierungsorganisationen haben die Bundesregierung aufgefordert, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe im Haushalt 2027 aufzustocken. Dies teilten die Entwicklungsorganisation One und der Dachverband Venro am Mittwoch mit.
Warnung vor negativen Folgen
Die Organisationen warnten, dass ohne eine Erhöhung der Mittel „mühsam erarbeitete Erfolge“ zunichtegemacht werden könnten und Millionen Menschen ihr Leben verlieren könnten. Sie fordern, dass die Mittel für das Bundesentwicklungsministerium im kommenden Jahr auf mindestens 11,2 Milliarden Euro erhöht werden. Auch die Finanzierung humanitärer Hilfe solle auf mindestens 2,8 Milliarden Euro steigen.
kritik an Sparmaßnahmen
Michael Herbst von Venro betonte, dass Deutschland als reiche Industrienation der Versuchung widerstehen müsse, in diesen Bereichen zu kürzen. Lisa Ditlmann von One kritisierte, dass Deutschland ausgerechnet dort spare, wo es nachweislich Erfolge erzielt habe. Sie verwies auf die Halbierung der Kindersterblichkeit und Erfolge bei der Bildung von Kindern, insbesondere Mädchen. Die Kürzungen könnten dramatische Auswirkungen haben, da bereits jetzt 273 Millionen Kinder keinen Zugang zu Bildung hätten und weltweit 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen seien.



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