Ministerpräsidenten lehnen gemeinsamen Landtagswahltermin ab

Wahllokal (Archiv)

Mehrere Ministerpräsidenten lehnen den Vorschlag ab, Landtagswahlen künftig an einem einzigen Tag abzuhalten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Ministerpräsidenten gegen‌ einheitlichen⁢ Wahltag

Mehrere Ministerpräsidenten sprechen sich gegen​ den Vorschlag aus, Landtagswahlen künftig an einem einzigen Tag abzuhalten. Dies berichtet die​ „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Stimmen ‌aus Thüringen ​und dem Saarland

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) kritisiert, dass eine Zusammenlegung der Wahlen den‌ Föderalismus ​schwächen würde.Er betont, dass Wähler über Themen wie Bildung, Wirtschaft ⁤und Sicherheit entscheiden sollten, was eigenständige Landtagswahlen​ erfordere.auch ‌die Regierung des Saarlands unter Ministerpräsidentin Anke Rehlinger ⁢(SPD) lehnt den Vorschlag ab. Dort wird betont,dass Landtagswahlen landespolitische Weichenstellungen ermöglichen sollten.

Bedenken ⁤aus Rheinland-Pfalz

Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, äußert die ⁣Sorge, dass gleichzeitige Wahlen die⁤ Mehrheiten in ⁣den⁣ Ländern angleichen könnten. ‍Dies könnte den ‌Bundesrat zu einem dauerhaften Gegenpol der Bundesregierung machen​ und das verfassungsrechtliche Gleichgewicht gefährden.

Vorschlag von Bundestagsvizepräsident Nouripour

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour⁢ (Grüne) hatte vorgeschlagen,alle Landtagswahlen an einem Tag abzuhalten,um den ständigen Wahlkampf⁣ zu reduzieren. Er sieht die ‌Politik in⁤ einem „ewigen wahlkampf“ gefangen.

Kritik⁢ aus Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bezeichnet den Vorschlag als „Ablenkung“ von den eigentlichen problemen im Land. Er sieht‌ die Landtagswahlen als Ausdruck der Unzufriedenheit mit der bundespolitik.

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