Rücktritt von Jens Spahn
CDU-Chef und Bundeskanzler friedrich Merz hat den Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef als „richtig“ und „unvermeidlich“ bezeichnet. Merz betonte, dass „Glaubwürdigkeit“ in der Politik „das höchste Gut“ sei. Er dankte spahn für die Zusammenarbeit und hob dessen Rolle bei der Gestaltung der Fraktion und der Erarbeitung von Reformvorhaben hervor. Merz kündigte an,gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder einen vorschlag für die Neubesetzung des Fraktionsvorsitzes zu erarbeiten.
Reaktionen aus der Politik
Linken-Chef Luigi Pantisano nannte den Rücktritt „längst überfällig“ und kritisierte Spahns Rolle in der Maskenaffäre. Er forderte einen Untersuchungsausschuss zur vollständigen Aufklärung. Grünen-chefin franziska Brantner bezeichnete den Rücktritt als „überfällig“ und wünschte Spahn privat alles Gute. FDP-Chef Wolfgang Kubicki warf der Union generelle Probleme im Umgang mit moralischen Fragen vor und kritisierte das Krisenmanagement des Berliner Bürgermeisters Kai Wegner.
Hintergrund
Jens Spahn trat am Samstag von seinem Amt als Fraktionschef zurück. Der Rücktritt folgte auf Kritik an der Bekanntgabe seiner Vaterschaft, bei der er und sein Partner offenbar auf eine Leihmutter im Ausland zurückgriffen. Spahn hatte sich in Deutschland gegen die Leihmutterschaft ausgesprochen.



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