Lula da Silva kritisiert US-Politik
Brasiliens Präsident Lula da Silva hat die militärischen Aktionen der USA und Israels gegen den Iran scharf verurteilt. In einem Interview mit dem „Spiegel“ äußerte er, dass Donald Trump nicht das Recht habe, einen Krieg zu beginnen, dessen Folgen vor allem die Armen in Afrika und Lateinamerika tragen müssten.
Kritik an US-Interventionen
Lula kritisierte zudem die Entführung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch ein US-militärkommando und die amerikanische Einmischung in Kuba. Er betonte die Wichtigkeit der Selbstbestimmung und territorialen Integrität der Völker.Lula zog einen Vergleich zu Russland und erklärte, dass weder Putin noch Trump das Recht hätten, in andere Länder zu intervenieren.
Herausforderungen in Venezuela
Lula äußerte sich zur schwierigen Aufgabe von Maduros Nachfolgerin Delcy Rodríguez, Venezuela zu befrieden und zu demokratisieren. Er schlug vor, dass sie innerhalb eines halben Jahres Wahlen ankündigen sollte, betonte jedoch, dass er nicht vorschreiben könne, was für Venezuela das Beste sei.
Unterstützung für Kuba
Lula zeigte sich bereit, Kuba mit Medikamenten und Lebensmitteln zu unterstützen, lehnte jedoch Öllieferungen ab, da Aktien der brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras an der Wall Street gehandelt werden.
Freihandelsabkommen mit der EU
Lula lobte das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur, das am 1. Mai in Kraft treten soll. Er strebt ein Gleichgewicht in den Wirtschaftsbeziehungen an und möchte, dass Brasilien mehr Qualitätsprodukte nach Deutschland exportiert.
Beziehungen zu Deutschland
Lula wird zusammen mit Bundeskanzler Friedrich Merz die Hannover Messe eröffnen, bei der Brasilien Partnerland ist. Lula erinnerte an Misstöne zwischen beiden Ländern und riet Merz,lokale Speisen zu probieren,um das örtliche Leben kennenzulernen.
Präsidentschaftswahl im Oktober
Auf die Frage nach einer möglichen Wiederwahl im Oktober antwortete Lula ausweichend. Er bereite sich auf den Parteitag vor, bei dem die wichtigsten Kandidaten diskutiert werden. Lula zeigte sich zuversichtlich,die Wahl gegen Flávio Bolsonaro zu gewinnen,und betonte,dass es keinen platz für faschistische ideologien gebe.



Schreibe einen Kommentar