Laschet hält Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine für möglich
Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hält die Entsendung deutscher soldaten in die ukraine unter bestimmten Bedingungen für möglich. Voraussetzung sei ein Waffenstillstandsabkommen mit Russland, in dem glaubwürdige Sicherheitsgarantien auch der Amerikaner für die Ukraine vereinbart würden. Das sagte der vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Laschet verwies darauf, dass der Bundeskanzler zugesagt habe, deutsche Soldaten am Rande der Ukraine zu stationieren. Ob die Bundeswehr am Ende in der Ukraine selbst eingesetzt werde, werde sich aus der Situation ergeben.
Bewertung möglicher Friedenslösung mit Russland
Laschet geht davon aus, dass Russland einer Friedenslösung zustimmen würde. er habe den Eindruck, dass die amerikaner jeden ihrer Schritte mit Moskau rückkoppelten und einer gesamtlösung näher seien, als öffentlich bekannt. Anders wäre ihr Verhandlungsaufwand kaum zu erklären, sagte er.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj würde sich nach Einschätzung Laschets nicht so kompromissbereit zeigen, wenn es keine indirekten Signale von der anderen Seite gäbe.
Forderung nach direkteren Gesprächen Europas mit Moskau
Kritik an abhängigkeit von den USA
Laschet forderte direkte Gespräche der Europäer mit Moskau. Europa sei immer auf das Weiße Haus angewiesen, um Hintergründe über vertrauliche gespräche zu erfahren, kritisierte er. Es sei eine Selbstentmündigung Europas, wenn man die Trump-Unterhändler Jared Kushner und Steven Witkoff brauche, um im Kanzleramt mit europäischen Regierungschefs und selenskyj erarbeitete europäische Positionen nach Moskau zu tragen.
Unterstützung für französische Initiativen
Laschet erklärte, er halte es für klug, dass der französische Präsident Emmanuel Macron die gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin wieder aufnehmen wolle.
Rolle des bundeskanzlers in möglichen Gesprächen
Die Nachfrage, ob auch bundeskanzler Friedrich Merz mit Putin sprechen solle, beantwortete Laschet ausweichend. Es müsse nicht gleich Putin sein, sagte er.Die Gespräche könnten europäisch abgestimmt mit einem Sondergesandten beginnen.











