Klingbeil räumt Verantwortung für schlechtes Wahlergebnis ein

Lars Klingbeil am 27.06.2025

SPD-Chef Lars Klingbeil gesteht auf dem Bundesparteitag seine Mitverantwortung für das schlechte Wahlergebnis ein

Toyota Scheidt

Klingbeil übernimmt Verantwortung für ⁣Wahlergebnis

SPD-Chef Lars Klingbeil hat auf dem Bundesparteitag der Sozialdemokraten⁣ seine Mitverantwortung für⁣ das ‌schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl eingeräumt. In seiner Bewerbungsrede für die Wiederwahl als Parteivorsitzender sagte Klingbeil am Freitagnachmittag: „Ja,das waren harte Zeiten in ⁢den letzten Wochen ​für uns als Partei.“

Diskussionen in der Partei

Klingbeil berichtete, dass er die Stimmung in der Partei während seiner Besuche in ‍verschiedenen Bundesländern gespürt habe. In nordrhein-Westfalen, ‌Schleswig-Holstein, Sachsen, Brandenburg, ‍auf dem Bezirksparteitag in Braunschweig, dem Landesparteitag⁢ in Niedersachsen⁤ und beim Küstencamp der ‌Jusos sei überall leidenschaftlich diskutiert worden.Nach einem Ergebnis von 16,4 Prozent ⁢sei dies auch notwendig ‌gewesen.

Selbstkritik und Fehleranalyse

Über sich selbst sagte Klingbeil, dass er in den vergangenen ‌Monaten Fehler ​gemacht ​habe. „Natürlich‍ trage⁢ ich Verantwortung für 16,4 Prozent. Ohne Frage, selbstkritisch muss man sagen, wir hätten viel früher und konsequenter die Signale sehen⁤ sollen – spätestens ab ende 2023, ⁣als​ es wirtschaftlich bergab ging.“ Die Reaktion sei zu spät erfolgt. ‍„Und ja, ⁢das werfe ich‌ mir vor. Das ist meine persönliche Verantwortung und das will ich hier vorne auch ganz ​deutlich sagen.“

Entscheidung nach der wahlniederlage

Klingbeil verteidigte zudem,⁢ dass er nach der Wahlniederlage auch den ‌Fraktionsvorsitz angestrebt habe. „Es war ein harter Wahlabend. Die Notwendigkeit⁤ zur Veränderung unserer Partei und gleichzeitig mussten wir handlungsfähig sein“, erklärte er. deshalb habe ⁤das Präsidium entschieden,Fraktions- und Parteivorsitz in eine⁢ Hand zu legen,um auf Augenhöhe mit Friedrich Merz über eine Regierung verhandeln zu können.

Persönliche Entscheidung

Abschließend sagte Klingbeil, er habe damals⁢ zwei Möglichkeiten gehabt: „Entweder ich höre auf oder ich gehe voll in die Verantwortung für die SPD – kämpfen, verhandeln, einen Umbruch⁤ einleiten – und ⁣glaubt mir, das waren keine einfachen Stunden‍ für‌ mich, in denen‌ ich Entscheidungen treffen ​musste.“

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