Einleitung
In Deutschland besteht erheblicher Handlungsbedarf bei der Bildungsgerechtigkeit. Dies geht aus dem „Kinderreport 2026“ hervor, den das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) in Berlin vorgestellt hat.
Hauptteil
Laut dem Kinderhilfswerk sind mehr finanzielle Mittel und umfassende Reformen im Bildungssystem notwendig, um die Bildungschancen für kinder aus sozial benachteiligten Familien zu verbessern. Eine Forsa-Umfrage im Rahmen des Kinderreports zeigt, dass sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche einheitliche Bildungsstandards und vergleichbare Bildungsbedingungen in ganz Deutschland fordern.
Ein zentraler Punkt des Berichts ist die Forderung nach kostenfreier Bildung von der Kita bis zur Schule sowie der Ausbau qualifizierten Personals, um pädagogische Fachkräfte zu entlasten. Zudem wird eine stärkere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bildungsinstitutionen als wichtig erachtet. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit eines schnellen und verpflichtenden Zugangs geflüchteter Kinder zur Schule.
Forderungen des Kinderhilfswerks
Das Kinderhilfswerk fordert ein bundesweites Ausbauprogramm zur Schaffung von mindestens 400.000 Kita-Plätzen sowie eine Fachkräfteoffensive für die frühkindliche Bildung. Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann betonte, dass der Bund den Ländern mit Programmen, insbesondere beim Thema Chancengerechtigkeit, helfen könne. Als Beispiel nannte er das Startchancenprogramm, dessen Wirksamkeit noch zu prüfen sei.Auch beim Ausbau des Ganztags sei der Bund beteiligt.
Hintergrund
Bundesfamilienministerin karin Prien stimmte den Forderungen im Kern zu und verwies ebenfalls auf das Startchancenprogramm. Sie betonte, dass es nicht nur um die Schulen im System gehe, sondern auch um die Übertragbarkeit auf andere Schulen.Der Ganztagsausbau könne dazu beitragen, die Lage von Kindern mit besonderen Förderbedarfen zu verbessern.
Prien hob zudem die bedeutung eines Programms zur Förderung der Sprachkenntnisse hervor.Sie zeigte sich erfreut über die zwischen Bund und Ländern verabschiedete Roadmap,die eine trendwende im Bildungssystem anstrebt. Diese umfasst sieben Felder, darunter die datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die Verbesserung des Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen an Schulen. „Nur wer sich wohlfühlt in der Schule, kann auch gut lernen“, so die Ministerin.


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