Keine Bleibeperspektive für nicht integrierte Syrer
Die Grünen-Politikerin Lamya kaddor sieht im Vorfeld des Besuchs des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin keine Bleibeperspektive für nicht integrierte Syrer in Deutschland. „Wer sich aktiv gegen unser Land stellt, nicht arbeitet, kein Deutsch spricht, der muss auch nicht hierbleiben“, sagte Kaddor dem Nachrichtenmagazin Focus.Sie appelliert an Syrer, die sich der Integration verweigern, dass sie „selbstverständlich keine Perspektive in Deutschland haben“ sollten.
Unwahrscheinliche Rückkehr nach syrien
Kaddor hält die Rückkehr der meisten Syrer in ihr Heimatland für unwahrscheinlich. Viele hätten Kinder, die in Deutschland geboren sind, oder seien selbst als Kinder oder Jugendliche nach Deutschland gekommen. Diese Syrer kennen ihr Heimatland teilweise gar nicht. „Liegt es wirklich in unserem bundesdeutschen Interesse, Menschen, die hier Wurzeln geschlagen haben, heimzuschicken?“, fragt Kaddor.
Besuch des syrischen Präsidenten
Den Besuch des umstrittenen Machthabers al-Scharaa begrüßt Kaddor, betont jedoch die Notwendigkeit einer klaren agenda für die Gespräche. Sie fordert, dem syrischen Präsidenten nicht den roten Teppich auszurollen und appelliert an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die Lage der Christen, Drusen, Kurden und Alawiten in Syrien anzusprechen.
Geplante Treffen in Berlin
Al-Scharaa wird am Montag in Berlin erwartet. Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Merz sind geplant. Zudem wird der syrische Machthaber an einem deutsch-syrischen Wirtschafts-Roundtable mit Unternehmen teilnehmen.



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