Justizministerin gegen schärfere Strafen bei Messerangriffen

Stefanie Hubig (Archiv)

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) lehnt schärfere Strafen bei Messerangriffen ab, zeigt sich aber offen für eine sachliche Diskussion

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Bundesjustizministerin Hubig lehnt schärfere Strafen ⁢bei Messerangriffen ab

Bundesjustizministerin Stefanie‌ Hubig (SPD) sieht derzeit keine Notwendigkeit, die Strafen bei Messerangriffen zu verschärfen. Gegenüber der „Rheinischen Post“ erklärte Hubig, sie ⁣verschließe sich zwar ‍keiner⁢ ernsthaft geführten Debatte, halte jedoch wenig von lautstarken oder undurchdachten Forderungen nach härteren strafen. Stattdessen seien ⁤schnelle Verfahren, klare Ansagen und gezielte ⁢Präventionsmaßnahmen entscheidend, insbesondere ​bei Kindern und‍ Jugendlichen.

Ministerin warnt vor ⁣ungerechten Ergebnissen durch höhere ⁣mindeststrafen

Hubig äußerte sich kritisch gegenüber der ‍Forderung, die Mindeststrafe bei Messerangriffen auf ein Jahr anzuheben. Eine solche regelung könne⁣ in⁢ Einzelfällen zu ungerechten Ergebnissen führen, die Justiz unnötig belasten und letztlich keine Verbesserung⁤ der Situation ⁣bewirken, so die Ministerin.

Konstruktiver austausch zwischen justiz- und Innenministerium

Mit Blick auf die Position von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) betonte Hubig,dass für das Strafrecht das Justizministerium zuständig sei.⁢ Dennoch bestehe bereits ein ​offener​ und konstruktiver Austausch zwischen beiden Ministerien. Justiz-‍ und Innenministerium verstünden⁣ sich als Partner und hätten‌ vereinbart, ‍Konflikte nicht öffentlich auszutragen, erklärte ⁤die ⁤SPD-Politikerin.

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