Infratest: AfD baut Vorsprung zu SPD in Mecklenburg-Vorpommern aus

Wahlplakat für die Landtagswahl 2026 mit Manuela Schwesig (Archiv)

Die AfD hat in der von Infratest für Mecklenburg-Vorpommern gemessenen Wählergunst ihren Vorsprung gegenüber der SPD weiter ausgebaut.<h3>Ergebnis</h3>

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die afd hat in einer von Infratest für die ARD gemessenen Vorwahlumfrage in Mecklenburg-Vorpommern ihren Vorsprung zur SPD weiter ausgebaut. Das Meinungsforschungsinstitut Infratest befragte von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.556 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern.

Umfrageergebnisse

Parteistimmen

Wenn bereits am kommenden Sonntag gewählt würde, käme die SPD aktuell auf 33 Prozent (+1 im Vergleich zur Vorwoche, Ergebnis 2021: 39,6). Die AfD käme auf 38 Prozent (+3, Ergebnis 2021: 16,7).Die CDU könnte mit sieben Prozent rechnen (-1, Ergebnis 2021: 13,3).Die Linke läge bei neun Prozent (-2, Ergebnis 2021: 9,9). Die Grünen kämen auf fünf Prozent (+/-0, Ergebnis 2021: 6,3).

Das BSW, das erstmals an einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern antritt, käme unverändert zur Vorwoche auf vier Prozent und läge damit knapp unterhalb der Mandatsschwelle. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf vier Prozent, darunter auch die FDP (Ergebnis 2021: 5,8).

Einordnung der ARD

Die ARD wies darauf hin, dass es sich bei dieser Umfrage ausdrücklich um keine Prognose handelt, sondern um die politische Stimmung in der laufenden woche. Die Sonntagsfrage messe aktuelle Wahlneigungen und nicht das tatsächliche Wahlverhalten. Sie ermittle einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen sei. Rückschlüsse auf den Wahlausgang seien damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legten sich erst kurzfristig fest. Eine große Bedeutung habe zudem die letzte Phase des wahlkampfs mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

Wahlbereitschaft und Unsicherheit

Jeder zehnte befragte Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern (10 Prozent) gibt an, dass sich seine Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte. Für drei Viertel der Wahlberechtigten (74 Prozent) steht die Wahlentscheidung nach eigener aussage fest. Jeder sechste (16 Prozent) tendiert zur Nichtwahl oder lässt bislang keine Neigung zu einer Partei erkennen.

Direktwahl des Ministerpräsidenten

Würde man den Ministerpräsidenten direkt wählen können, würden sich im Duell der Spitzenkandidaten von SPD und AfD 59 Prozent für die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) entscheiden (-1 im Vergleich zur Vorwoche). 28 Prozent würden für den Herausforderer Leif-Erik Holm (AfD) stimmen (+3). 13 prozent antworten mit „weiß nicht“ oder machen keine Angabe (-2).

Zufriedenheit mit Spitzenpolitikerinnen und -politikern

Einzelbewertungen

Eine mehrheit der Befragten (58 Prozent) ist mit der Arbeit von ministerpräsidentin Manuela Schwesig sehr zufrieden bzw. zufrieden; 36 Prozent sind mit ihr weniger bzw. gar nicht zufrieden. AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm kommt auf 27 Prozent Zufriedenheit und 37 Prozent Unzufriedenheit.

Mit der Arbeit der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) sind 27 Prozent zufrieden und 36 Prozent unzufrieden. Daniel Peters (CDU) kommt auf 13 Prozent Zufriedenheit und 28 Prozent Unzufriedenheit. Mit Claudia Müller (Grüne) sind 10 Prozent zufrieden und 20 Prozent unzufrieden. Für Peters und Müller gilt, dass eine Mehrheit sie nach eigener Aussage nicht kennt bzw. sich kein Urteil zutraut.

Präferenz für die künftige Landesregierung

Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegt die SPD vorn: 55 Prozent würden sich für die Sozialdemokraten entscheiden (-1 im Vergleich zur Vorwoche). 32 Prozent sprechen sich für die AfD aus (+1). 13 Prozent antworten mit „weiß nicht“ oder machen keine Angabe. Mehrheiten der Anhänger von Grünen (94 Prozent), Linke (92 Prozent) und CDU (75 Prozent) sprechen sich jeweils für eine SPD-geführte Landesregierung aus.

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