Grünen-Spitze bringt Urabstimmung über Satzungsänderung auf den Weg

Abstimmung auf Grünen-Parteitag (Archiv)

Die Grünen planen im Juni eine Urabstimmung zur Entscheidung über eine Satzungsreform

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Einleitung

Die ⁣Grünen werden im Juni in einer urabstimmung über eine Satzungsreform⁢ entscheiden. Die Parteispitze​ hat am Montag den Weg dafür freigemacht. Wie⁢ die „taz“ berichtet,haben Bundesvorstand und Parteirat eine⁢ entsprechende Vorlage verabschiedet.

Hauptteil

Laut dem ⁤Beschluss der Grünen soll die innerparteiliche Demokratie weiterentwickelt‌ werden. Ziel ist es, auf Basis demokratischer Grundsätze neue schlagkraft in ‍der politischen Auseinandersetzung ⁢zu gewinnen. ‌Die⁢ empfohlene Satzungsänderung umfasst 17 Vorschläge, ‌über die ​einzeln abgestimmt werden soll.

Ein wesentlicher Teil der ​Reform​ betrifft den Ablauf ‍von ⁤Parteitagen. Die‌ Parteispitze plant, ‍die Anzahl der Anträge zu ‍reduzieren ‌und die​ Debatten ​und Abstimmungen verständlicher zu gestalten. Die Hürden für die ⁤Antragstellung sollen erhöht werden. Statt ‌50 Unterstützerunterschriften sollen künftig 0,05 Prozent der Parteimitglieder erforderlich sein, was derzeit etwa 90 Personen entspricht.

Die Beteiligungsmöglichkeiten der Basis ​sollen durch die Einführung von Mitgliederräten gestärkt werden.Diese sollen als Debattenraum ⁣dienen, in dem geloste Mitglieder Handlungsempfehlungen ⁤erarbeiten. Pro Jahr könnte maximal ein Mitgliederrat mit 30 bis ⁢60 ‍Mitgliedern eingerichtet werden.

Weitere ‌Änderungen

Der Posten der Politischen ‍Geschäftsführung soll in „Generalsekretär*in“ umbenannt werden. Zudem soll die Trennung von Amt und Mandat gelockert werden, sodass⁢ drei⁣ Mitglieder ‍des Bundesvorstands zugleich Abgeordnete sein dürfen.

Auch der⁣ Parteirat,⁣ eine Art erweiterter Vorstand, soll reformiert​ werden.In der Zusammensetzung sollen sich⁣ machtpositionen widerspiegeln,‌ etwa durch Mitglieder von ‌Landesregierungen ⁣und der Bundesregierung⁢ sowie führende Köpfe aus dem EU-Parlament, Landtagen und Kommunen. Diese ⁣Regelung soll als Soll-Vorschrift in die Satzung aufgenommen werden.

Hintergrund

Pegah Edalatian, Politische Geschäftsführerin der Grünen,⁢ betonte gegenüber der „taz“, dass von den Gremien⁢ und dem Führungspersonal strategische Entscheidungen ⁣erwartet werden. Der Austausch zwischen ihnen soll besser koordiniert werden.Gleichzeitig sollen die Parteitage gestärkt werden, indem ⁣entscheidende Debatten auf die ⁤Bühne geholt werden.

In den kommenden Monaten sollen die Parteimitglieder über die Änderungsvorschläge diskutieren. Ab dem 9.⁣ Juni⁣ dürfen sie abstimmen, das Ergebnis wird im Juli erwartet. Für ‌die Annahme der‍ Vorschläge reicht eine einfache Mehrheit, ein Quorum ist nicht ⁤erforderlich.

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