Rückgang der Gewaltkriminalität in deutschland
Die zahl der Fälle von Gewaltkriminalität in Deutschland ist 2025 erstmals seit 2021 wieder leicht gesunken. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde, ging die Zahl der Fälle um 2,3 prozent zurück. Auch die Anzahl der Tatverdächtigen verringerte sich um 2,6 Prozent, wobei insbesondere die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen um 7,4 Prozent und die der tatverdächtigen Zuwanderer um 7,2 Prozent sank. Im Gegensatz dazu stieg die zahl der tatverdächtigen Kinder um 3,3 Prozent an. Nichtdeutsche Tatverdächtige sind bei der Gewaltkriminalität mit 42,9 Prozent weiterhin überrepräsentiert.
Gesamtzahl der Straftaten und Aufklärungsquote
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei bundesweit rund 5,5 millionen Straftaten, was einem Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.Die Zahl der Tatverdächtigen sank um 5,9 Prozent auf etwa 2,05 Millionen. Die Teillegalisierung von Cannabis im Jahr 2024 beeinflusste diese zahlen, doch selbst ohne Berücksichtigung von Cannabis-Delikten ergibt sich ein Rückgang von 4,7 Prozent.Rund 3,2 Millionen Fälle wurden aufgeklärt,was einer Aufklärungsquote von 57,9 Prozent entspricht.
Ergebnisse der Opferbefragung und Sexualdelikte
Die Opferbefragung „Sicherheit und Kriminalität in deutschland 2024“ (SKiD) zeigt, dass besonders junge Menschen von Gewaltstraftaten betroffen sind. 8,5 Prozent der Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren wurden Opfer einer Körperverletzung, ein Anstieg um 5,4 Prozentpunkte seit 2020. Die Zahl der erfassten Sexualdelikte bleibt hoch, mit einem Anstieg bei Vergewaltigungen um 9,0 Prozent. Seit 2018 sind die Fallzahlen in diesem Bereich um rund 72 Prozent gestiegen. Die Tatverdächtigen sind überwiegend männlich, Freunde oder Bekannte sowie (ehemalige) Partner. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen beträgt 38,5 Prozent.
Cyberkriminalität und Betrug
Die im inland registrierten Fälle von Betrug und cyberkriminalität sind rückläufig, während die aus dem Ausland begangenen Taten zunehmen. Bei Betrug stieg die Anzahl der Auslandstaten um 7,0 prozent, bei Cyberkriminalität um 3,0 Prozent. Die Schadenssumme bei Auslandstaten im Bereich Betrug stieg um 65,1 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Dunkelfeldstudie SKiD zeigt, dass bereits jede fünfte Person Opfer von Cyberkriminalität war, wobei Datenmissbrauch sowie Waren- und Dienstleistungsbetrug im Internet am häufigsten vorkommen.
Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung
Das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung ist grundsätzlich hoch. In Bezug auf die Wohngegend hat es sich nachts leicht erhöht. Rund 45 Prozent der Menschen fühlen sich jedoch nachts im Öffentlichen Nahverkehr unsicher.An Bahnhöfen, auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie in Parks ist das Sicherheitsempfinden noch geringer ausgeprägt.



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