Grüne werfen Bundesregierung „Scheinheiligkeit“ in Klimapolitik vor

Felix Banaszak (Archiv)

Grünen-Chef Banaszak gibt der Bundesregierung Mitverantwortung für das Ausbleiben eines Fahrplans bei der UN-Klimakonferenz in Brasilien

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Grünen-Chef Felix Banaszak hat der bundesregierung eine Mitverantwortung dafür gegeben, dass die UN-Klimakonferenz in Brasilien ohne ⁢Fahrplan zur Abkehr von den fossilen Energien zu‌ Ende gegangen ist. Das‍ sagte er den Zeitungen der Funke-mediengruppe.

Kritik am Kurs‍ der ‌Bundesregierung

„Wenn die Regierung der größten Volkswirtschaft Europas seit Amtsantritt jede Woche​ den Klimaschutz neu ‍infrage​ stellt, kann sie schwer bei‍ anderen für Ambition werben“, sagte ⁢Banaszak. „Wer im eigenen Land Werbung für gaskessel ⁣und Stimmung gegen E-Autos macht und noch fast eineinhalb Jahrzehnte an Braunkohleblöcken festhalten lassen will, kann eben⁢ schlecht mit anderen Ländern den Ausstieg aus fossilen Energieträgern mit ⁢der notwendigen Ernsthaftigkeit verhandeln.“

Vorwürfe gegen Ressorts und⁢ Regierung

Banaszak kritisierte: „Umweltminister Schneider bietet deutsches Geld für den Regenwaldfonds an, während‍ sich zur gleichen Zeit Landwirtschaftsminister rainer dafür abfeiert, die⁣ EU-Entwaldungsrichtlinie entscheidend⁢ verwässert und verschoben zu haben. Das zeigt ⁣doch die ganze Scheinheiligkeit der Regierung Merz.“

Bewertung ⁢des Kanzlerauftritts

Es sei ‍bitter, dass vom Besuch des Kanzlers ​bei der Klimakonferenz ⁤vor⁤ allem seine despektierlichen Bemerkungen in Erinnerung ⁤blieben. „Sein Auftritt hat uns völlig unnötig blamiert“, so Banaszak. „Für die europäische Position ‌in den Verhandlungen war insbesondere​ dieser Auftritt des Kanzlers keine⁣ große ⁤Hilfe.“

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