Grüne kritisieren Ausnahmen von EU-Vernichtungsverbot für Retouren

Anna Cavazzini (Archiv)

Die Grünen im EU-Parlament kritisieren die geplanten Ausnahmen im Vernichtungsverbot für Retouren im Online-Handel

Toyota Scheidt

Kritik an ausnahmen im Vernichtungsverbot für Retouren

Die Grünen im EU-Parlament haben die Ausnahmen im geplanten vernichtungsverbot der EU für Retouren im Online-Handel kritisiert. Laut der EU-Abgeordneten Anna Cavazzini,Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz,sei das Verbot in seiner vorgesehenen Form löchrig und verliere an Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit.

Hintergrund des Verbots

Ab dem 19. Juli dürfen große Modeunternehmen und Versandhändler unverkaufte Kleidung, Schuhe und Modeaccessoires nicht mehr grundlos vernichten. Dieses Verbot ist Teil der Ökodesign-Verordnung der EU (ESPR).

Ausnahmeregelungen

Ein im Februar beschlossener EU-Rechtsakt enthält jedoch verschiedene Ausnahmen.Modeunternehmen dürfen Textilien weiterhin vernichten, wenn sie zur Spende angeboten wurden, aber innerhalb einer Frist nicht angenommen werden. Zudem ist eine Vernichtung zulässig, wenn sie die option mit den geringsten negativen Umweltauswirkungen darstellt.

Forderungen und Schätzungen

Cavazzini forderte klare Mechanismen gegen den Missbrauch von Ausnahmen, echte Überwachung und die Bereitschaft der Kommission, nachzusteuern. Schätzungen zufolge werden in Europa jährlich zwischen 11 und 32 Millionen unverkaufte und zurückgesandte T-Shirts vernichtet. Jedes weggeworfene Kleidungsstück bedeute den Verlust wertvoller ressourcen wie Wasser, energie und Rohstoffe. Diese verschwendung müsse gestoppt werden, erklärte Cavazzini.

Artikel teilen


Gevita Tagesresidenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen