Peter Gauweiler rät zu Bündnissen mit Freien Wählern
Der ehemalige stellvertretende CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler empfiehlt seiner Partei, die Zusammenarbeit mit den Freien Wählern zu intensivieren. Er schlägt vor, auch außerhalb Bayerns in Form eines Bündnisses zu Wahlen anzutreten. „Freie Wähler und CSU sollen auch außerhalb des Freistaates als bayerisches Erfolgskonzept antreten können“, sagte Gauweiler der „Mediengruppe Bayern“.
Strategische Überlegungen
Gauweiler regt an, dass die CSU nach dem Vorbild von Bündnis 90/Die Grünen gemeinsame Listen mit den Freien Wählern bilden könnte. Dadurch wäre die Überwindung der Fünf-Prozent-Hürde naheliegend. Er betont, dass dies „nur ein Gedanke“ sei und warnt davor, auf strategische Überlegungen zu verzichten, was dazu führen könnte, dass das bürgerliche Lager von den „aktivistischen Rändern“ besetzt wird.
potenzial im Mitte-rechts-Lager
Gauweiler schätzt, dass im Mitte-rechts-Lager ein Potenzial von zwei Dritteln der Wählerstimmen liegt. Ziel sei es, zu verhindern, dass Deutschland, obwohl rechts gewählt wird, links regiert wird. Alternativ zu einem Bündnis mit den Freien Wählern könne die CSU auch erwägen, selbst außerhalb bayerns anzutreten.
Skepsis gegenüber Brandmauern zur AfD
Gauweiler äußert sich skeptisch gegenüber einer Brandmauer zur AfD. Er betont, dass Brandmauern keine Argumente ersetzen und kritisiert die Metaphorik als indiskutabel. Ihm sei der dialogische Austausch wichtig, unabhängig von der Gesinnung des Gesprächspartners. Er hält es für demokratisch unredlich, parlamentarische Vorschläge allein aufgrund der Herkunft von der „falschen“ Partei abzulehnen.
Politische Laufbahn
Peter Gauweiler war unter Franz Josef Strauß Staatssekretär im Landesinnenministerium und unter edmund Stoiber Landesumweltminister. Er saß für die CSU im Landtag und im bundestag und galt lange Zeit als konservatives Gewissen der Partei.



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