Erstmals seit 2011 weniger Flüchtlinge in Deutschland

Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle im Jahr 2015 (Archiv)

Erstmals seit 2011 sinkt die Zahl der in Deutschland lebenden Flüchtlinge. Die Zahl der Flüchtlinge ist rückläufig

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Rückgang der Flüchtlingszahlen in Deutschland

Erstmals seit 2011 ist die Zahl der in Deutschland lebenden Flüchtlinge zurückgegangen. Zum Stichtag 31. Juli 2025 wurden rund 50.000 weniger Flüchtlinge gezählt als Ende des Vorjahres. Diese Zahlen gehen aus einer kleinen Anfrage der Linkspartei hervor, über die die „Rheinische Post“ berichtet.

Aktuelle Zahlen und Aufenthaltsstatus

Ende 2024 lebten 3,545 Millionen Flüchtlinge in deutschland. Zum Stichtag 31. Juli 2025 waren es 3,495 Millionen. Von diesen Personen verfügten 688.518 über einen Flüchtlingsschutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention. Die Mehrheit dieser Menschen, etwa 80,9 Prozent, besitzt ein befristetes Aufenthaltsrecht. Rund 17 Prozent haben ein unbefristetes Aufenthaltsrecht. Die übrigen 1,9 Prozent der Flüchtlinge werden geduldet oder ihr Status ist derzeit unbekannt.

Herkunftsländer der Flüchtlinge

Der größte Anteil der Flüchtlinge stammt aus dem Nahen und mittleren Osten. Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien (291.645), gefolgt vom Irak (91.295) und Afghanistan (89.330).

Stellungnahme der Linkspartei

Die Sprecherin für Innen und Flucht der Linken, Clara Bünger, äußerte sich zu den aktuellen Zahlen. Sie betonte, dass es weltweit weiterhin viele Gründe zur Flucht gebe. Gleichzeitig wies sie darauf hin,dass immer weniger Schutzsuchende die EU-Außengrenzen überwinden könnten. die Kontrollen an den deutschen Grenzen hätten dabei keine entscheidende Rolle gespielt.

Bünger erklärte zudem, dass der Rückgang der absoluten Flüchtlingszahlen zeige, dass die Debatte um einen vermeintlichen Notstand nicht gerechtfertigt sei. Sie sprach sich dafür aus, den Fokus auf Teilhabe und Integration in Arbeitswelt und Gesellschaft zu legen.

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