DAK: Pflegereform belastet Heimbewohner mit bis zu 20.000 Euro

Vorstellung DAK-Pflegereport (Archiv)

Andreas Storm, Chef der DAK, fordert Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf, ihre geplante Pflegereform zu überdenken

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Forderung nach Überdenken der Pflegereform

Andreas Storm,Chef der Krankenversicherung DAK,fordert Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf,ihre geplante Pflegereform zu überdenken.In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ forderte Storm die Bundesregierung auf, den „pflegepolitischen Kahlschlag“ zu stoppen und einen neuen Anlauf für eine Pflegereform zu starten.

Defizit in der Pflegeversicherung

Ohne Reformen droht der sozialen Pflegeversicherung in den kommenden zwei Jahren ein Defizit von über 22 Milliarden Euro. Warken plant deshalb, Mitte Mai ein Sparpaket vorzulegen. Einzelne Punkte ihres Konzepts sind bereits bekannt. So plant Warken,bei den Zuschüssen für die Heimunterbringung zu sparen. Eine Möglichkeit sei, die Gewährung der Zuschüsse zu strecken, sagte sie der „Rheinischen Post“.

Belastung für Heimbewohner

Der Pflegeexperte Heinz Rothgang von der universität Bremen hat für die DAK die zusätzliche Belastung für heimbewohner berechnet. Laut seinem Gutachten würde der Eigenanteil der Betroffenen im Schnitt um 161 Euro pro Monat steigen. Über viereinhalb Jahre kämen auf die Bewohner zusätzliche Kosten von knapp 20.000 Euro zu.

Aktuelle Zuschüsse der Pflegeversicherung

Derzeit zahlen Heimbewohner im Schnitt einen Eigenanteil von 3.200 Euro pro Monat. Die Pflegeversicherung gewährt Zuschüsse, die mit der Dauer der heimunterbringung zunehmen: 15 Prozent im ersten Jahr, 30 Prozent im zweiten Jahr, 50 Prozent im dritten Jahr und 70 Prozent ab dem vierten Jahr. Laut einem Bericht des „RND“ plant das Gesundheitsministerium, die Erhöhungen der Zuschüsse zu verzögern.

Weitere Kritikpunkte

Andreas Storm geht davon aus, dass Warken auch die Rentenansprüche von pflegenden Angehörigen halbieren will. er warnte, das Armutsrisiko Pflege würde durch die Reform weiter zunehmen und die Pflegekrise verschärfen.

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