Christian Schmidt weist Druckvorwürfe zurück
Christian Schmidt, CSU-Politiker und ehemaliger Hoher Repräsentant in Bosnien und Herzegowina, hat Behauptungen zurückgewiesen, sein Rückzug sei auf amerikanischen Druck erfolgt. „Ich habe mich von mir aus dazu bereit erklärt“, sagte Schmidt der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Diplomatisches Verhalten und europäische Strategie
Schmidt betonte, dass er kein Opfer der amerikanischen Politik sei: „Ich bin kein Opfer.Ich bin ein freier Mann.“ Er warnte davor, die Probleme in Bosnien und Herzegowina zu unterschätzen. Zudem forderte er ein proaktiveres Handeln der Europäer, insbesondere im Hinblick auf die Energieversorgung.Eine geplante Gaspipeline nach Bosnien, die die Abhängigkeit von russischem Gas reduzieren soll, werde von der EU nicht mehr unterstützt, da es sich nicht um erneuerbare Energien handelt.
Herausforderungen in Bosnien und Herzegowina
Schmidt äußerte Bedenken hinsichtlich der stabilität bosniens. Sollte der bosnisch-serbische Separatistenführer Milorad Dodik das von ihm beherrschte Teilgebiet abspalten, sei das Recht des Hohen Repräsentanten nicht ausreichend. In einem solchen Fall seien Friedenssicherung und internationales Eingreifen notwendig.
Warnung vor wachsender Islamophobie
Schmidt warnte vor wachsender Islamophobie in Bosnien, die von Dodik geschürt werde. „Es werden kräftige Hassreden gehalten“, sagte er. Der Begriff „Türke“ werde inakzeptabel als Schimpfwort verwendet, was ihm große Sorgen bereite.



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