Neuausrichtung der bundeswehr
Die Bundeswehr wird grundlegend neu ausgerichtet. Die Priorität liegt auf der Landes- und Bündnisverteidigung, wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch bekanntgab. das Konzept sieht Anpassungen in Militärstrategie,Fähigkeiten,aufstellung,Reserve und Personalaufwuchs vor.
Einführung einer Militärstrategie
„erstmals in der Geschichte der Bundeswehr geben wir uns eine Militärstrategie“, erklärte Pistorius. Die Notwendigkeit dafür sei in der aktuellen historischen Phase besonders groß. Die Bedrohungslage habe sich seit dem Krieg in der Ukraine verschärft. Zudem werde die internationale Rechtsordnung stark infrage gestellt. Die Welt sei unberechenbarer und gefährlicher geworden, so der Minister.
Anpassung des Fähigkeitsprofils
Das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr wird aus der neuen Militärstrategie abgeleitet. Pistorius betonte,dass es um die Qualität der militärischen Fähigkeiten gehe und um die Rolle der Bundeswehr bei der Erfüllung der Nato-ziele sowie der nationalen Ziele.
Strategie für die Reserve und Personalaufwuchs
Das Ministerium plant eine neue strategie für die Reserve, die eine Vergrößerung und engere Einbindung in die Truppe vorsieht. Der Personalaufwuchsplan sieht vor, die Truppe von derzeit rund 186.000 soldaten bis mitte der 2030er Jahre auf 260.000 Aktive zu erhöhen. Parallel dazu soll die Reserve von derzeit rund 70.000 auf mindestens 200.000 Personen anwachsen.



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