Bundeswehr plant Reaktivierung früherer Wehrdienstleistender
Die bundeswehr möchte frühere Wehrdienstleistende verstärkt für Reserveübungen gewinnen. Das Verteidigungsministerium hat im Juli begonnen, Männer anzuschreiben, die bis 2011 verpflichtenden oder danach freiwilligen Wehrdienst geleistet haben.
reservestärkungsgesetz in planung
Der Präsident des Reservistenverbands, Bastian Ernst, äußerte gegenüber dem „Handelsblatt“, dass man hoffe, ehemalige Soldaten würden positiv auf die briefe reagieren und sich an ihre zeit bei der bundeswehr erinnern. Mit dem geplanten Reservestärkungsgesetz, das noch vom Parlament beschlossen werden muss, sollen mehr verpflichtende reservedienstleistungen erreicht werden. Verpflichtend herangezogen werden können jedoch nur Berufs- und Zeitsoldaten sowie Wehrdienstleistende nach dem neuen Wehrdienstgesetz. Frühere Wehrdienstleistende sind davon ausgenommen.
Kompromiss mit der SPD
das Gesetz nicht rückwirkend gelten zu lassen, sei ein Kompromiss mit der SPD gewesen, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Ernst.stattdessen werden frühere Wehrdienstleistende angeschrieben, um sie für freiwillige Reservedienstleistungen zu motivieren.
Herausforderungen bei Personalzielen
Die Bundeswehr plant, bis 2035 auf 260.000 aktive Soldaten und 200.000 Reservisten zu wachsen. Ernst hält diese Ziele für schwer erreichbar. Er glaubt, dass die Zielmarken in diesem Jahr noch erreicht werden, jedoch spätestens im übernächsten Jahr nicht mehr. Das Wehrdienstgesetz sieht Zielkorridore für den Personalumfang vor. Werden diese verfehlt, kann die Bedarfswehrpflicht eingeführt werden.



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