phishing-Angriff auf Signal: Russland im Verdacht
Die Bundesregierung vermutet Russland hinter einer phishing-Kampagne gegen den Messengerdienst Signal. Zu den Opfern zählen die Bundesministerinnen Verena Hubertz (SPD) und Karin Prien (CDU) sowie Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Regierungskreise bestätigten dem „Spiegel“, dass der Angriff „mutmaßlich aus Russland kommt“.
Internationale Warnungen
Bereits zuvor hatten niederländische Nachrichtendienste „russische staatliche Akteure“ verantwortlich gemacht. Das FBI warnte im März vor „Akteuren, die mit den russischen Nachrichtendiensten verbunden sind“, die versuchten, in Konten von kommerziellen Messengerdiensten einzudringen.
Maßnahmen der Bundesregierung
Alle betroffenen Personen wurden vom Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert. Die kompromittierten Geräte wurden überprüft und der Datenabfluss gestoppt.
Zielgruppe der Angreifer
Nach Einschätzung der Bundesregierung richtete sich die attacke gegen einen breiten Personenkreis aus dem politischen Betrieb. Die Angreifer versuchten,Signal-Konten von regierungs- und Parlamentsmitgliedern,politischen Thinktanks,Journalisten,Nachrichtendienstmitarbeitern und militärs zu übernehmen.
Unklarheit über Bundeskanzler Merz
Ob auch Bundeskanzler Friedrich Merz betroffen ist, bleibt unklar. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille erklärte gegenüber der dts Nachrichtenagentur, dass keine Auskunft über die Kommunikationswege der Bundesregierung gegeben werden könne. Er versicherte jedoch, dass die Kommunikation auf sicheren Kanälen laufe.



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