Einleitung
Die Europäische Union hat eine Ausschreibung für den Aufbau von bis zu sieben „KI-Gigafactories“ gestartet. Ziel der Initiative ist es, die technologische Souveränität Europas zu stärken und den Kontinent als führenden Standort für Künstliche Intelligenz zu etablieren. Dies teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit.
Finanzierung und investitionen
Das Programm soll von der Industrie getragen und mit bis zu 10 Milliarden Euro aus EU- und nationalen Mitteln unterstützt werden.Zusätzlich sollen mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen mobilisiert werden.
ziele und Infrastruktur
Die neuen KI-Gigafabriken sollen Europas Rechenkapazitäten erheblich erweitern. Sie bieten Start-ups, kleinen und mittleren Unternehmen, der Industrie, Forschungseinrichtungen sowie öffentlichen Verwaltungen Zugang zu leistungsfähiger Infrastruktur für das Training, die Optimierung und den Betrieb moderner KI-Modelle. Die Anlagen sollen hochmoderne KI-Prozessoren, Cloud-Technologien, Software-Plattformen, Hochgeschwindigkeitsnetzwerke und energieeffiziente Rechenzentren kombinieren. Alle Anwendungen müssen den europäischen Vorgaben für Datenschutz, Sicherheit und ethische Standards entsprechen.
Ausschreibung und Beteiligung
An der Ausschreibung können Konsortien oder Zweckgesellschaften teilnehmen, die Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Investoren und weitere Partner zusammenbringen. Die Gigafabriken können an einem Standort in einem Mitgliedstaat, verteilt über mehrere Standorte oder grenzüberschreitend errichtet werden.
Förderung und Zeitplan
Die Förderung erfolgt in zwei Ausbaustufen. Im ersten Förderlos werden bis zu vier Projekte mit jeweils bis zu 500 millionen Euro an EU-Mitteln unterstützt. Im zweiten Förderlos können bis zu drei besonders leistungsstarke Projekte mit jeweils bis zu einer Milliarde Euro gefördert werden. Die Mitgliedstaaten sollen die EU-Mittel durch eigene Beiträge ergänzen. Die Ausschreibung läuft bis zum 12. November. Der Bau der ersten KI-Gigafabriken soll nach Auswahl der Projekte Anfang 2027 beginnen. Die Inbetriebnahme ist spätestens 18 monate nach Vertragsunterzeichnung geplant, was bis 2028 oder im Frühjahr 2029 erfolgen könnte.
Kooperation mit US-Chipherstellern
Parallel dazu hat die Europäische Kommission Absichtserklärungen mit den US-Chipherstellern AMD, Nvidia und Qualcomm unterzeichnet. Damit soll sichergestellt werden, dass die ausgewählten Konsortien Zugang zu der benötigten Hochleistungs-Hardware erhalten.



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