Kritik an Strukturen im Beschaffungsamt der Bundeswehr
der Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, hat die Strukturen im Beschaffungsamt der Bundeswehr kritisiert. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ äußerte er, dass diese Strukturen ursprünglich geschaffen wurden, um den Missbrauch von Geldern zu verhindern. Jedoch hätten sie im Laufe der Jahre zu einem System der organisierten Verantwortungslosigkeit geführt.
Forderung nach weniger Komplexität
Scheller betonte,dass es im Amt zu viele Akteure gebe und forderte,die Komplexität zu reduzieren. „Das Gebot der Stunde ist: Komplexität runterfahren“, sagte er.Es sei wichtig, die Experten in die Lage zu versetzen, Entscheidungen zu treffen und die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung zu erhöhen.
Anpassung an neue Anforderungen
Angesichts der sich schnell verändernden Anforderungen auf dem Gefechtsfeld der Zukunft betonte Scheller, dass die Streitkräfte nicht jahrelang Zeit hätten, um den Bedarf zu prüfen. Trotz der Notwendigkeit, die Beschaffung wirtschaftlich zu gestalten, müsse die Geschwindigkeit erhöht werden, ohne die Kontrollmechanismen aufzugeben. „Das kann man schaffen und da ist noch Luft nach oben“, so Scheller.











