Planungen zur Bundeswohnungsbaugesellschaft
Die geplante „Bundeswohnungsbaugesellschaft“ soll jährlich 100.000 neue Wohnungen bauen. Diese Zahl soll bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg in der kommenden Woche offiziell festgelegt werden, wie die dts Nachrichtenagentur aus Regierungskreisen erfuhr.
Hintergrund der Initiative
Beim Koalitionsausschuss am 1. Juli wurde bereits beschlossen, eine „Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen“ zu errichten. Ziel ist es, vermehrt Wohnungen im bezahlbaren preissegment zu bauen, insbesondere in Regionen, wo der Wohnungsmarkt nicht ausreichend bezahlbaren Wohnraum bereitstellt. Das Finanz- und das Bauministerium arbeiten derzeit an einem Konzept, das bis Ende August vorliegen soll.
Erweiterte Baupläne
Die neue Zielvorgabe von 100.000 wohnungen pro Jahr übertrifft bisherige Überlegungen deutlich. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte im Mai erklärt, dass der Staat groß einsteigen müsse, um einen Skaleneffekt zu erzielen und die Preise zu senken. Damals war von 10.000 Wohnungen die Rede.
Wohnungsbedarf in Deutschland
Experten schätzen, dass in Deutschland in den nächsten Jahren ein Bedarf von etwa 300.000 bis 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr besteht. Im letzten Jahr wurden jedoch nur knapp über 200.000 Wohnungen fertiggestellt.


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