In den vom Strukturwandel in der Autoindustrie besonders betroffenen Bundesländern Baden-Württemberg, bayern und Niedersachsen wird die Altersteilzeit besonders stark in Anspruch genommen.
Von den bundesweit 271.000 Beschäftigten in Altersteilzeit im Jahr 2024 kommen allein 142.000 oder 52 Prozent aus diesen drei Ländern. Diese Zahlen ergeben sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Darüber berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).
Verbreitung und Zahlen
Regionale Anteile
Der Anteil der Versicherten in Altersteilzeit an allen Rentenversicherten beträgt in Bayern 0,95 Prozent. In Baden-Württemberg liegt der Anteil bei 0,94 Prozent. In Niedersachsen beträgt der Anteil 0,86 Prozent. Mit 0,3 Prozent hat Berlin die niedrigste Quote.
Politische Reaktionen
Linke
„Die geplanten Einschränkungen bei der Altersteilzeit treffen Beschäftigte in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen besonders hart“, sagte die Rentenexpertin der Linken-Bundestagsfraktion, Sarah Vollath, dem RND. Ankündigungen von Betrieben in diesen Ländern, zum Beispiel von Automobilzulieferern, zeigten, dass die Alternative zur Altersteilzeit vielerorts betriebsbedingte Kündigungen seien. Es könne doch nicht im Interesse der Bundesregierung sein, tausende Beschäftigte in ihren 50ern in die Arbeitslosigkeit zu schicken, sagte die Abgeordnete. Die regierung müsse dafür sorgen,dass das Blockmodell erhalten bleibt,damit Betriebe weiterhin die Möglichkeit haben,ihren Beschäftigten einen flexiblen und sozial geregelten Übergang in den Ruhestand zu ermöglichen,forderte Vollath.
Rentenkommission
Empfehlung zum Blockmodell
Die Rentenkommission fordert, das zu 80 Prozent bei der Altersteilzeit genutzte Blockmodell ersatzlos abzuschaffen.



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