USA ziehen militärische zusagen an die NATO zurück
Die USA haben mit sofortiger Wirkung ihre Zusage für wichtige militärische beiträge auf See und in der Luft innerhalb der NATO zurückgezogen. Dies bestätigten drei Quellen aus NATO-Kreisen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).
Betroffene einheiten und Reaktionen
Von der Entscheidung betroffen sind unter anderem eine Flugzeugträgergruppe, ein Langstreckenbomberverband und mehr als 50 Kampfflugzeuge. die Entscheidung kam für viele Verbündete überraschend und soll diese unter Druck setzen,die entstandenen Lücken bis zum NATO-Gipfeltreffen Anfang Juli zu füllen. Fachleute halten dies für möglich, jedoch nicht eins zu eins, da NATO-Mitgliedstaaten im Schnitt weniger als die Hälfte ihrer Truppenteile dem NATO-Oberkommandierenden für Europa (SACEuro) formell zur Verfügung stellen.
Stellungnahme der NATO
Ein NATO-Sprecher erklärte gegenüber der FAZ, dass man sich in der Vergangenheit zu sehr auf die Streitkräfte und Fähigkeiten der USA verlassen habe. Da Europa und Kanada verstärkt in die Verteidigung investierten, könne sich das Gleichgewicht der Verantwortlichkeiten verschieben. Die Allianz stelle sicher,dass es keine echten Lücken in der Abschreckung gebe und die Verteidigung solide bleibe. Die Veränderung stärke die Verteidigungspläne der NATO, indem sie die Abhängigkeit von einem Bündnispartner verringere.
Weitere Entwicklungen
Nach Angaben aus NATO-Kreisen haben die USA die betroffenen Fähigkeiten und Truppenteile kurz vor einer Truppenstellerkonferenz beim NATO-Oberkommando für Europa (SHAPE) abgemeldet. Zudem wurde bekannt, dass die USA bis auf weiteres keine konventionell bewaffneten Tomahawk-Marschflugkörper in Europa stationieren werden.



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