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US-Regierung sanktioniert Internationalen Strafgerichtshof

Internationaler Strafgerichtshof (Archiv)

Nach der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises für Navanethem „Navi“ Pillay verhängte die US-Regierung Sanktionen gegen den IStGH.<h3>Hintergrund</h3>

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Nach der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises für Navanethem „Navi“ Pillay, eine ehemalige Richterin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), hat die US-Regierung Sanktionen gegen das Gericht verhängt. Man werde Transaktionen mit dem Gericht verbieten, ihm so die finanziellen Mittel entziehen und seine Handlungsfähigkeit erheblich einschränken, kündigte US-Außenminister Marco Rubio am Freitag an.

Maßnahmen und Begründung

Rubio erklärte, den „globalistischen Experten jenseits des Ozeans“ sei es egal, was US-Bürger denken. „Sie wollen, dass der IStGH mehr unternimmt, einschließlich der strafrechtlichen Verfolgung von US-Bürgern.“ Der Begriff „Globalist“ werde laut Verfassungsschutz und Organisationen wie dem American Jewish Committee in rechtsextremen Kreisen als antisemitisches Codewort verwendet.

„Präsident Trump wird niemals zulassen,dass der Internationale Strafgerichtshof Amerikaner strafrechtlich verfolgt“,sagte Rubio. „Aus diesem Grund verhängen die Vereinigten Staaten heute Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof.“

Druck auf Verbündete

Rubio hatte in der Vergangenheit bereits damit gedroht,den Internationalen Strafgerichtshof „Stück für Stück zu demontieren“. Nun erhöhe er den Druck auf andere Staaten. Man erwarte von den Verbündeten, von denen viele „sich bei ihrer Verteidigung auf US-Soldaten verlassen, dass sie das Gericht in die Schranken weisen“, erklärte er. „Sollten diese Bemühungen keine Ergebnisse bringen, werden wir weiterhin entsprechende Anpassungen vornehmen.“

Hintergrund zum Internationalen Strafgerichtshof

Der 1998 geschaffene Internationale Strafgerichtshof knüpft an die Tradition von temporären Ad-hoc-Tribunalen wie den Nürnberger Prozessen an. Seit 2002 kann er bei Fällen schwerer Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, bei Völkermord und bei Angriffskriegen tätig werden, wenn die Taten in dem betreffenden staat nicht verfolgt werden können oder sollen. die anklage von Einzelpersonen ist möglich,wenn das Land,in dem die Verbrechen begangen wurden,dem Gerichtshof beigetreten ist oder das Heimatland des Täters das entsprechende Statut ratifiziert hat. Außerdem kann das Gericht durch den UN-Sicherheitsrat, dem die USA als ständiges Mitglied angehören, zu Ermittlungen in Staaten beauftragt werden, die nicht dem Gericht beigetreten sind.

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