Europäische Kommission kritisiert Tiktok
die Europäische Kommission hat vorläufig festgestellt, dass Tiktok die Sicherheitsstandards für Konten von Minderjährigen nicht erfüllt. Die Brüsseler Behörde erklärte am Freitag, dass die Plattform gegen das Gesetz über digitale Dienste verstoße, da sie keine sicheren Kontoeinstellungen für Minderjährige gewährleiste.
Kritik an Standardeinstellungen
Die Kommission bemängelte,dass die Standardeinstellungen von Tiktok-Konten Minderjährige Risiken wie unerwünschtem Kontakt,Cybermobbing oder räuberischem verhalten aussetzten. Fremde könnten die öffentlichen Benutzerkonten von Minderjährigen einsehen und diese mit missbräuchlichen Absichten kontaktieren. Selbst bei privaten Kontoeinstellungen könnten die Profile von Minderjährigen über die „Following“- und „Followers“-Listen anderer benutzer gefunden werden.
Forderungen der Kommission
Die Kommission fordert, dass Tiktok die Standardeinstellungen der „öffentlichen“ Konten von Minderjährigen so anpasst, dass deren Inhalte nur für akzeptierte Tiktok-Nutzer sichtbar sind.
Mögliche Konsequenzen
Tiktok hat nun die Möglichkeit, auf die vorläufigen Feststellungen der Kommission zu antworten. Sollte die kommission ihren Standpunkt bestätigen,könnte sie eine Nichteinhaltungsentscheidung erlassen,die eine Geldbuße von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des Anbieters nach sich ziehen könnte. Die Untersuchung ist Teil eines förmlichen Verfahrens zur Einhaltung des gesetzes über digitale Dienste durch Tiktok.



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