Das Vergleichsportal verivox rechnet wegen des Iran-Kriegs mit einem weiteren Anstieg der Gaspreise für private Haushalte.
Gründe für die erwarteten Preiserhöhungen
Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, nannte mehrere ursachen. Er verwies auf die aktuell stark angestiegenen Großhandelspreise für Gas. Zudem seien die Gasspeicher in deutschland nur gering gefüllt. Hinzu komme der kommende Winter.Diese Faktoren führten nach Einschätzung von Verivox zu höheren Preisen für Haushalte.
Neukunden- und Bestandskundentarife
Storck betonte, die Neukundenpreise für Gas bildeten die Großhandelspreise besonders schnell ab. Seit Februar seien sie um über ein Drittel angestiegen. Die Bestandskundentarife reagierten langsamer auf die Preisentwicklungen. Sie würden aber früher oder später ebenfalls steigen.beim aktuellen Preisniveau seien Preiserhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent zum Jahreswechsel möglich, sagte Storck der Rheinischen Post.
Entwicklung auf dem Großhandelsmarkt
Der Großhandelspreis in Europa ist nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran in dieser Woche auf den höchsten Wert seit mehr als dreieinhalb Jahren gestiegen.
Deutschland und die Anfälligkeit für Preisschocks
Malte Küper, Energieexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), sagte der Redaktion, Deutschland sei besonders anfällig für Preisschocks. Seine Wirtschaft hänge stärker als die vieler anderer Länder von Erdgas ab. Zudem seien Deutschland und die EU nahezu vollständig auf Gasimporte angewiesen.



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